Interview„Ein paar Bier sind das kognitive Äquivalent zum Entwaffnen“

Lesezeit: 8 Min.

Lina Moreno/SZ; Fotos: imago

Alkohol macht krank, fördert Gewalt – und trotzdem trinkt die Menschheit seit mindestens 13 000 Jahren. Warum? Der Religionswissenschaftler Edward Slingerland meint, dass gemeinsames Trinken auch positive Aspekte hat.

Interview von Sebastian Herrmann

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Alkohol begleitet die Menschheit seit vielen Jahrtausenden. Der Rausch lässt sich also als Konstante der Menschheitsgeschichte betrachten. Aber warum trinken fast alle Gesellschaften dieser Erde? Schließlich ist Ethanol beziehungsweise Alkohol ein Gift, das gravierende gesundheitliche Probleme bereiten kann. Dieser Frage hat sich der Philosoph und Religionswissenschaftler Edward Slingerland von der kanadischen University of British Columbia gestellt. In seinem Buch „Drunk. How We Sipped, Danced, and Stumbled Our Way to Civilization“ vertritt er die These: Irgendeinen Nutzen muss Alkoholkonsum trotz allem haben, sonst wäre die Menschheit längst trocken. Zeit also, nüchtern nachzufragen.

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