bedeckt München 21°

50 Jahre bemannte Raumfahrt:Und gleich noch um die Erde

Ein einfacher Flug genügte den sowjetischen Ingenieuren nicht, die Jurij Gagarin 1961 ins All schossen. Es musste gleich eine Reise um die Welt in weniger als zwei Stunden sein.

9 Bilder

Themenpaket Raumfahrt - UdSSR-Kosmonaut Juri Gagarin

Quelle: dpa

1 / 9

Der sowjetische Kosmonaut Jurij Gagarin kurz vor dem Start zum ersten bemannten Weltraumflug. Mit Gagarins Ausflug ins All flog nicht nur erstmals ein Mensch in den Weltraum. Der Russe umkreiste mit der Raumkapsel Wostok-1 ("Der Osten") am 12. April 1961 auch gleich die Erde. Der erste Amerikaner im Weltraum, Alan Shepard, startete kurz darauf am 5. Mai 1961. Die Erde umkreiste Shepard mit seinem Raumschiff Freedom 7 allerdings nicht. Er landete nach etwas mehr als einer Viertelstunde im Atlantik.

-

Quelle: AFP

2 / 9

Gagarin mit seiner Frau Valentina und seiner Tochter Yelena etwa ein Jahr vor seinem Flug. Die Mission des Handwerkersohns demonstrierte den großen technischen Vorsprung der Sowjetunion vor den USA bei der "Eroberung" des Weltraums zu dieser Zeit.

-

Quelle: AP

3 / 9

Die R-7-Rakete, die die Raumkapsel der Russen mit Gagarin an Bord in den Weltraum transportierte.

-

Quelle: AFP

4 / 9

Gagarin startete vom Raumfahrtbahnhof Baikonur in Kasachstan zu seinem Flug. 108 Minuten war der Russe unterwegs. Vor ihm hatte die Sowjetunion bereits eine Hündin namens Laika in den Weltraum geschossen.

-

Quelle: AFP

5 / 9

27 Jahre alt war Gagarin bei seinem Flug. In der Raumkapsel war es für den 1,57 Meter großen Russen sicher nicht gemütlich, aber auch nicht allzu eng. Aus der Kapsel konnte er durch Gucklöcher hinausschauen. Besonders interessierten sich die Wissenschaftler des Projekts dafür, wie es für Gagarin war, im Weltraum zu essen, sich zu orientieren oder mit der Erde zu kommunizieren.

-

Quelle: AFP

6 / 9

Gagarin landete nicht an Bord der Wostok-1 (Bild), sondern wurde in einer Höhe von sieben Kilometern mit einem Schleudersitz herauskatapultiert und schwebte am Fallschirm zur Erde. Die Kapsel befindet sich heute, zusammen mit anderen Raumfahrtrelikten, in der Werkhalle des russischen Konzerns RKK Energija.

Themenpaket Raumfahrt - UdSSR-Kosmonaut Juri Gagarin

Quelle: dpa

7 / 9

Jurij Gagarin kurz nach seinem Raumflug. In der Sowjetunion wurde er als Held gefeiert. Auch im Ausland durfte er auftreten - doch weitere Raumflüge waren für ihn tabu. Moskau hatte zu große Angst, ihn zu verlieren.

-

Quelle: AP

8 / 9

Am 15. Juli 1961 besuchte Gagarin die russische Botschaft in London. Vor seinem Flug ins All begründete der erste Kosmonaut eine berühmte Tradition: Gagarin pinkelte noch schnell hinter dem Fahrzeug, das ihn zur Startrampe gebracht hatte. Diesem Vorbild folgen alle männlichen Kosmonauten heute noch, indem sie sich vor dem Start ins All am linken Hinterreifen des Mannschaftsbusses erleichtern.

Juri Gagarin

Quelle: dpa

9 / 9

Gagarins (hier im Jahre 1963) Vorgesetzte ließen ihn nicht mehr ins All fliegen - aus Angst um das Leben des russischen Helden. Alt wurde er trotzdem nicht. Er starb, nachdem er während eines Trainingsfluges am 27. März 1968 mit einer Mig-15 abgestürzt war. Seine Urne befindet sich in der Kremlmauer in der Nähe des Lenin-Mausoleums.

© sueddeutsche.de/mcs
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB