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Zweitbestes Quartal in der Firmengeschichte:China bringt Apple glänzende Zahlen

Viel, viel mehr iPads und iPhones - und nur ein bisschen weniger iPods: Apple hat seinen Gewinn in den ersten drei Monaten des Jahres verdoppelt. Vor allem in China wächst der Konzern kräftig. Er überraschte damit kritische Analysten, die geglaubt hatten, der Konzern könne sein rasantes Wachstumstempo nicht halten.

Die Erfolgsgeschichte von Apple geht weiter - auch nach dem Tod von Konzerngründer Steve Jobs. Von Januar bis März konnte der kalifornische Elektronikkonzern deutlich mehr seiner iPhone-Handys, iPad-Tabletcomputer und Mac-Rechner verkaufen. Es war das zweitbeste Quartal der Firmengeschichte überhaupt - nach dem alles überragenden Weihnachtsquartal 2011.

File photo of people attending the inauguration of the new Apple store in Nanjing Road, downtown Shanghai

Wartende Kunden bei der Eröffnung des neuen Apple-Stores in Shanghai im vergangenen Herbst. Auf dem chinesischen Absatzmarkt hat sich Apples Umsatz im ersten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht.

(Foto: REUTERS)

Apple verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres unterm Strich 11,6 Milliarden Dollar (8,4 Mrd. Euro) und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Beinahe hätte Apple sogar an den Rekordgewinn aus dem vergangenen Weihnachtsquartal von 13,1 Milliarden Dollar angeknüpft.

"Wir sind begeistert von mehr als 35 Millionen iPhone- und annähernd zwölf Millionen iPad-Verkäufen im Quartal", sagte Konzernchef Tim Cook am Dienstag. Damit wurde Apple fast doppelt so viele der Smartphones und zweieinhalb mal so viele seiner Tabletcomputer los wie vor einem Jahr. Dabei war die dritte Generation des iPads erst Mitte März in die Läden gekommen.

"Die Nachfrage ist weiterhin unglaublich hoch", sagte Cook. "Wir verkaufen sie so schnell wie wir sie herstellen können." Cook stellte weitere Neuheiten im Jahresverlauf in Aussicht. Gegen Oktober wird das iPhone 5 erwartet. Viele Fans hoffen zudem auf einen Fernseher von Apple.

Die Mac-Computer verkauften sich zuletzt ebenfalls besser. Hiervon setzte Apple vier Millionen Stück ab und damit sieben Prozent mehr. Einzig bei den iPods ging es weiter abwärts und zwar um 15 Prozent auf 7,7 Millionen Exemplare. Insgesamt stieg der Umsatz um 59 Prozent auf 39,2 Milliarden Dollar.

Aktionäre profitieren

"Wir haben niemals in einem März-Quartal einen so hohen Umsatz gehabt", sagte Finanzchef Peter Oppenheimer. Im laufenden dritten Geschäftsquartal rechnet er allerdings mit einem Rückgang auf einen Umsatz von 34 Milliarden Dollar - für gewöhnlich stapelt Apple allerdings tief und übertrifft dann in schöner Regelmäßigkeit seine eigenen Prognosen.

Ein Grund für Apples gute Zahlen zu Jahresbeginn waren die kräftig gestiegenen Verkäufe in China. Der Umsatz habe sich mehr als verdreifacht, sagte Firmenchef Cook. Angesichts der deutlich gestiegenen Verkäufe schwoll Apples Kasse binnen drei Monaten von 97,6 Milliarden auf 110,2 Milliarden Dollar an.

Erst jüngst hatte sich das Management durchgerungen, die Aktionäre an dem Gewinn teilhaben zu lassen und nach 15 Jahren wieder eine Dividende zu zahlen. Der im Oktober gestorbene Firmengründer Steve Jobs hatte sich stets dagegen gesträubt.

Mit den Geschäftszahlen übertraf Apple die Erwartungen der Analysten deutlich. Nachbörslich schoss die Aktie um acht Prozent hoch und notierte bei 604 Dollar. In den vergangenen Tagen war das Papier unter Druck geraten, weil viele Beobachter damit gerechnet hatten, dass Apple sein rasantes Wachstumstempo nicht halten kann. Die Aktie, die in der Spitze 644 Dollar kostete, war am Dienstag mit 560 Dollar aus dem regulären Handel gegangen.

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