Zwangsarbeit Ausgebeutet und versklavt

Ziegelbrenner mit 12 Jahren: In vielen Länden schützt kein Arbeitsrecht die Menschen, die manchmal wie Sklaven schuften müssen. Auch in Europa werden Menschen verschleppt und zur Prostitution oder Arbeit gezwungen.

Von Daniel Hofer und Antonie Rietzschel

In Asien oder Afrika kennen die Menschen kein Arbeitsrecht, manchmal werden sie sogar wie Sklaven gehalten. Doch auch in Europa werden Menschen verschleppt und zur Prostitution oder Arbeit gezwungen.

Als dieses Foto 2009 aufgenommen wird, ist Taza zwölf Jahre alt. In der Nähe von Kabul brennt er Ziegel, die für den Wiederaufbau des Landes gebraucht werden. Zehn Stunden muss er täglich arbeiten, um am Ende nur einen geringen Lohn zu erhalten. Die Arbeitsbedingungen sind schlecht. Weil viele Fabriken mittlerweile Kohle statt Holz einsetzen, ist die Luftverschmutzung extrem hoch. Deswegen wurden die Fabriken an den Rand der Städte verbannt. 

Kinderarbeit unter diesen Bedingungen ist der NGO Against Slavery zufolge eine Form moderner Sklaverei. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) spricht dagegen von Zwangsarbeit. Sie geht davon aus, dass weltweit 21 Millionen Menschen gegen ihren Willen zu Arbeit gezwungen werden. 5,5 Millionen davon sind Kinder unter 17 Jahren - so wie Taza.  

Bild: AFP 19. April 2013, 14:262013-04-19 14:26:00 © Süddeutsche.de/bbr