Zusammenarbeit mit Eon:Abu Dhabi investiert in Windparks

Lesezeit: 1 min

Das Golfemirat Abu Dhabi übernimmt 20 Prozent der Anteils am geplanten weltgrößten Offshore-Windpark London Array vom deutschen Energiekonzern Eon.

Der Energiekonzern E.ON und das Golfemirat Abu Dhabi haben eine Zusammenarbeit beim geplanten weltweit größten Offshore-Windpark London Array beschlossen. Masdar, die Initiative der Vereinigten Arabischen Emirate zur Entwicklung erneuerbarer Energien, werde von Eon einen 20-Prozent-Anteil an London Array übernehmen, teilte der Versorger am Donnerstag mit.

Zusammenarbeit mit Eon: Aller guten Dinge sind drei: Mit dem Einstieg Masdars bei den Eon-Anteilen am Offshore-Windpark London Array sind nun drei Investoren am Projekt beteiligt.

Aller guten Dinge sind drei: Mit dem Einstieg Masdars bei den Eon-Anteilen am Offshore-Windpark London Array sind nun drei Investoren am Projekt beteiligt.

(Foto: Foto: AFP (Windkraftanlage Middelgunden in Dänemark))

"Deutsche Betriebe sind auf diesem Sektor weltweit führend", sagte der Chef des Staatsfonds, Khaldoon Al Mubarak, dem Handelsblatt. "Masdar hat in den vergangenen Monaten exzellente Kontakte und Beziehungen zu Deutschland aufgebaut, das ist vielversprechend". Seine Gesellschaft sei fest entschlossen, ein starkes Portfolio auf dem Feld der alternativen Energien zu entwickeln.

Derzeit halten dem Handelsblatt zufolge Eon und das dänische Energieunternehmen Dong Energy jeweils 50 Prozent an London Array. Masdar übernehme 20 Prozent.

Eon und Masdar wollen darüber hinaus bei einer Reihe weiterer Projekte im Bereich erneuerbarer Energien zusammenarbeiten. "London Array ist Teil unserer Strategie, den Anteil Erneuerbarer Energien bei Eon massiv auszubauen. Allein bis 2010 werden wir dafür rund sechs Milliarden Euro investieren", erklärte Eon-Chef Wulf Bernotat.

Strom für 750.000 Haushalte

Masdar ist die 100-prozentige Tochter-Firma von Mubadala, eine der wichtigsten staatlichen Investment-Gesellschaften des ölreichen Emirats Abu Dhabi. Das Unternehmen hat ein breit gestreutes Portfolio: Neben der Energie habe sich Mubadala auf die Bereiche Luftfahrt, Telekommunikation, Tourismus und Gesundheit spezialisiert, so das Blatt. Mubadalas weltweite Vermögenswerte werden demnach auf zehn bis 15 Milliarden Dollar geschätzt.

Auch in Deutschland hat sich Mubadala bereits etabliert: Das Unternehmen baut derzeit eine Solarzellen-Fabrik in der Nähe von Erfurt. In dem Photovoltaik-Werk mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Dollar sollen Dünnschicht-Solarzellen hergestellt werden.

Der Windpark London Array entsteht im Mündungsgebiet der Themse östlich von London. Geplant sei die Errichtung von rund 270 Turbinen, die Strom für rund 750.000 Haushalte liefern sollen.

Trotz der positiven Nachrichten, konnten sich die Aktion von Eon nicht gegen den Sog des Gesamtmarktes stemmen. Die Titel verloren 4,67 Prozent auf 26,13 Euro.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB