Sie waren an vielen Orten, die gemeinsam haben, dass die Umwelt zumindest teilweise zerstört ist. Ist das auch Lust auf Abenteuer?

Es geht nicht darum, schreckliche Dinge zu sehen, sondern ein Verständnis für die Umweltprobleme in diesen Orten und für die Leute dort zu bekommen. Das hat nichts mit Katastrophen-Tourismus zu tun. Die Wahrheit hinter vereinfachten Umwelt-Horrorgeschichten ist eben oft komplex. Ich habe versucht, sie kennenzulernen. Darum gefällt mir übrigens auch die Philosophie hinter dem Spiel Fort McMoney. Möglicherweise vertritt es einen moralischen Standpunkt, aber es ist nicht plump. Es bindet viele Leute aus der Stadt mit ein, die für unterschiedliche Aspekte des Lebens in Fort McMurray stehen - das hilft hoffentlich, ein nuanciertes Bild zu gewinnen.

Im Bild: Bei der Produktion von Öl aus Teersanden fallen gewaltige Mengen von Schwefel an, die sich mittlerweile viele Meter hoch auftürmen.

19. Dezember 2013, 07:462013-12-19 07:46:48 © Süddeutsche.de/jab/rus