AutobrancheTausende ZF-Mitarbeiter protestieren gegen Stellenabbau

Hauptsitz des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen: Mitarbeiter haben gegen die Entlassungspläne des Konzerns demonstriert.
Hauptsitz des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen: Mitarbeiter haben gegen die Entlassungspläne des Konzerns demonstriert. Felix Kästle/dpa

Für den Betriebsrat des Autozulieferers ist es ein „Frontalangriff“. Die Chefetage verteidigt die geplante Kürzung von bis zu 14 000 Arbeitsplätzen in Deutschland.

Tausende Mitarbeiter des Autozulieferers ZF haben am Dienstag gegen den geplanten Stellenabbau des Konzerns protestiert. Alleine am Hauptsitz in Friedrichshafen wurden etwa 3000 Teilnehmer erwartet. „Wir machen diese Aktion, weil wir uns gegen diesen Frontalangriff auf die Belegschaften in Deutschland wehren müssen“, sagte ein Betriebsratssprecher. Auch Saarbrücken mit derzeit 10 000 Beschäftigten beteiligt sich an dem Aktionstag. Die Belegschaft in Mannheim wollte mit einem Autokorso protestieren. „Wir fordern das Management auf, die Abbaupläne zurückzunehmen“, forderte die Gewerkschaft IG Metall in Mannheim.

ZF hatte Ende Juli angekündigt, in den kommenden Jahren bis zu 14 000 Stellen in Deutschland zu streichen. Dafür plant der Konzern, mehrere Standortverbunde mit schlankeren Strukturen zu gründen. Zurzeit sind rund 54 000 Menschen in Deutschland bei dem Unternehmen beschäftigt. In welchem Umfang Reduzierungen an den 35 Standorten vorgesehen sind, werde „in den kommenden Wochen konkretisiert“, hieß es seinerzeit vom Vorstand.

„Wir als ZF können uns nicht von den schwierigen Rahmenbedingungen in der Automobilbranche abkoppeln, wie etwa dem verzögerten Anlauf der E-Mobilität und hohen Produktionskosten vor allem am Standort Deutschland“, teilte ZF-Personalvorständin und Arbeitsdirektorin, Lea Corzilius, mit. Man müsse ZF zukunftsfähig ausrichten und die Standorte in Deutschland so weiterentwickeln, dass sie nachhaltig wettbewerbsfähig und solide aufgestellt seien.

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