Nachhaltigkeit:So will ein Kfz-Mechaniker das Zähneputzen revolutionieren

Lesezeit: 6 min

Tablette statt Zahnpasta, so stellt sich der Erfinder die Zukunft des Zähneputzens vor. (Foto: Denttabs innovative Zahnpflegegesellschaft/Mark Appoh)

Axel Kaiser hat der Zahnpastatube den Kampf angesagt – vor mehr als 20 Jahren schon. Seitdem vertreibt er „Denttabs“, eine umweltfreundliche Alternative. Und hofft endlich auf den Durchbruch.

Von Lea Hampel, Berlin

Es könnte ein typisches Start-up sein. Der Hinterhof in Berlin-Mitte wird gerade in Beigetönen aufgehübscht, nach dem dritten Torbogen verrät nur ein Schild neben der roten Metalltür, dass hier eine Firma namens „Denttabs“ ihren Sitz hat. Im Eingangsbereich des Altbaus lehnen junge Männer mit Caps über einem Gemeinschaftsschreibtisch, Kaffeebecher und Post-its vermitteln Arbeit und Aufbruch. Dass hier trotzdem alles ein wenig anders ist, zeigt sich, als Axel Kaiser aus seinem Büro kommt. Glatze, ein paar Falten um die Augen, rote Lederjacke, ein Hemd mit Pflanzenmuster: Kaiser könnte eine Herren-Modeboutique besitzen oder eine Werbeagentur leiten. Er sieht weder nach Start-up aus noch nach Pharmakonzern. Aber Kaiser ist seit mehr als 20 Jahren eine Art Don Quijote der Mundhygiene. Im Minutentakt sagt er Sätze wie: „Zahnpasta ist sowieso Geschichte.“

Zur SZ-Startseite

SZ PlusNachhaltigkeit
:Auf die Tube gedrückt

Nachhaltigen Konsum wollen alle. Doch was in der Theorie super klingt, ist in der Praxis kompliziert. Warum, das lässt sich am besten an einem Produkt erzählen, das Milliarden Menschen täglich benutzen: der Zahnpastatube.

Von Lea Hampel (Text) und Dirk Schmidt (Illustration)

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: