Zwischen den Zahlen:KI-Forensiker?

Zwischen den Zahlen: Die Digitalisierung hat manches verändert, manches verschwinden und manches entstehen lassen - darunter eine Menge merkwürdiger Jobs.

Die Digitalisierung hat manches verändert, manches verschwinden und manches entstehen lassen - darunter eine Menge merkwürdiger Jobs.

(Foto: Illustration: Jessy Asmus)

Die Berufe der Zukunft haben seltsame Namen. Ob man sich je daran gewöhnen wird?

Von Sibylle Haas

Keine Ahnung, was ein Filterbubble Burster, ein Ökopsychosomatiker oder eine KI-Forensikerin ist? Es sind Berufe der Zukunft, Jobs, mit denen man künftig viel Erfolg haben soll. Das meinen zumindest einige Experten, die sich auf der Plattform Xing darüber ausgetauscht haben. Früher machten junge Menschen eine Ausbildung beim Stahlkocher, in der Druckerei, beim Bäcker oder im Büro. Das waren handfeste Jobs, mit denen jeder was anfangen konnte. Und in Zukunft?

Die Digitalisierung hat manches verändert, manches verschwinden und manches entstehen lassen. So wie eben den Filterbubble Burster, der die Mission hat, Menschen neue Perspektiven zu eröffnen. Die kann er vielleicht auch selbst noch gebrauchen, denn eine Ausbildung gibt es für ihn bislang noch nicht.

Vielleicht doch einfach Profifußballer werden

Ganz anders dagegen der Gartentherapeut: Ihn bildet die Internationale Gesellschaft Gartentherapie aus. Es geht ihm jedoch nicht um die ganzheitliche Betreuung des gezierten Rasens. Der Gartentherapeut - oder auch Ökopsychosomatiker - ist überzeugt, dass der menschliche Körper eng mit der Natur verbunden ist. Deshalb geht er mit seinen Kunden in den Wald, damit sie schnell gesund werden.

Auch für die angehende KI-Forensikerin gibt es bereits Studiengänge an der Uni. Sie analysiert und überwacht von Algorithmen gesteuerte Systeme. Denn wie man weiß, sind künstliche Intelligenzen digitale Fachidioten - und da braucht es Menschen, die klug genug sind, die Fehler dieser Deppen zu erkennen. Computerlinguisten, Cloud Architects und Fairstainability Managern soll übrigens ebenfalls eine große Zukunft bevorstehen. In dieser Gemengelage ist der Zukunfts-Manager selbst fast schon so was wie der weiße Schimmel. Egal: Die Nachfrage nach ihm ist groß. Denn, so die Experten bei Xing, wer den Wandel erkennt, kann sich langfristig Erfolge sichern. Na ja. Vielleicht doch einfach Profifußballer werden. Auch das soll ja ein Job mit Zukunft sein. Und da weiß man wenigstens, worauf man sich einlässt.

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