ImmobilienWohnungsmangel noch größer als angenommen

Ohne einen Kurswechsel in der Wohnungspolitik wird sich der Wohnungsmangel nach Einschätzung von Ökonomen nicht beheben lassen.
Ohne einen Kurswechsel in der Wohnungspolitik wird sich der Wohnungsmangel nach Einschätzung von Ökonomen nicht beheben lassen. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
  • In Westdeutschland fehlen nach Schätzung des Pestel-Instituts mittlerweile 1,2 Millionen Wohnungen, mehr als bisher angenommen.
  • Der Wohnungsmangel hemmt die wirtschaftliche Entwicklung, da Unternehmen schwer Mitarbeiter finden und Arbeitnehmer Jobwechsel scheuen.
  • Das Institut fordert staatliche Förderung aller Wohnungsbau-Segmente und weniger hohe Standards bei der Wohnungsbauförderung.
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Einer neuen Studie zufolge fehlen allein in Westdeutschland 1,2 Millionen Wohnungen. Das hemmt laut Forschern mittlerweile auch die ökonomische Entwicklung.

In Westdeutschland fehlen nach Schätzung des Pestel-Instituts mittlerweile 1,2 Millionen Wohnungen. Der Wohnungsmangel hemmt laut der neuen Studie des in Hannover ansässigen Forschungs- und Beratungsinstituts mittlerweile die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Unternehmen haben demnach Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden, und Arbeitnehmer schrecken vor dem Jobwechsel zurück, wenn damit eine Wohnungssuche verbunden ist. Auftraggeber der Untersuchung war die Messe München. In der bayerischen Landeshauptstadt wird an diesem Montag die dreitägige Immobilienmesse Expo Real eröffnet.

Die Zahl von 1,2 Millionen fehlenden Wohnungen allein in den alten Bundesländern ist erheblich höher als bisherige Schätzungen. Die Wohnungsfachleute des Instituts haben dabei langfristig leer stehende Wohnungen herausgerechnet.

Ohne Kurswechsel in der Wohnungspolitik wird sich der Wohnungsmangel nach Einschätzung der Ökonomen nicht beheben lassen. „Die Lage spitzt sich zu“, sagte Pestel-Chefökonom Matthias Günther. Das Institut plädiert für staatliche Förderung sämtlicher Segmente des Wohnungsbaus auf breiter Front: Sozialwohnungen, frei finanzierte Mietwohnungen und Wohneigentum. Die Ökonomen plädieren auch dafür, die Wohnungsbauförderung nicht an immer höhere Standards zu knüpfen.

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