Das Verreisen mit dem eigenen Wohnmobil ist bei den Deutschen weiterhin beliebt. Von Januar bis Juli wurden gut 52 700 Reisemobile neu zugelassen. Das sind 9,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, berichtete der Caravaning Industrie-Verband (CIVD). Dagegen sank die Nachfrage nach neuen Wohnanhängern im gleichen Zeitraum leicht um 1,1 Prozent auf knapp 15 000 Neuzulassungen.
Angesichts politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen für Unternehmen und Verbraucher sei die Branche zufrieden mit dem bisherigen Jahresverlauf, erklärte CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. „Diese Entwicklung zeigt, dass das grundlegende Interesse am Caravaning bei den Urlaubern ungebrochen groß ist.“ Ende 2023 waren laut Verband mehr als 838 000 Reisemobile aus Deutschland auf den Straßen unterwegs. Hinzu kamen 757 000 Caravans.
Der Verband veröffentlichte eine Studie, wonach im vergangenen Jahr so viele Menschen wie noch nie auf Campingplätzen und ausgewiesen Reisemobilstellplätzen in Deutschland übernachtet haben. Laut dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwif) wurden 2023 insgesamt 54,5 Millionen Gästeübernachtungen auf Campingplätzen registriert, so der CIVD. Das sind vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Zusätzlich hätten ausgewiesene Reisemobilstellplätze 13,5 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Von dem Trend profitiere die heimische Wirtschaft enorm, betonte der Verband. So hätten Caravaning-Urlauber der deutschen Wirtschaft 2023 einen touristischen Umsatz von mehr als 19,5 Milliarden Euro beschert, fast acht Prozent mehr als 2022. Etwa 6,4 Milliarden Euro dieses Umsatzes seien direkt in den Urlaubsregionen geblieben und hätten die lokale Wirtschaft gestärkt.

