Wochenausblick Was kommt

Christian Greiner ist seit vielen Jahren als Unternehmer erfolgreich.

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Christian Greiner, Sohn von Hans Rudolf Wöhrl, erzählt im Montagsinterview, warum stationäre Modehäuser auch in Zeiten der Digitalisierung eine Zukunft haben. Er profitiert von seinem Vater, obwohl der ihm freie Hand lässt.

Von Ulrich Schäfer

Wie wohnen Sie? Was zahlen Sie dafür? Und welche Probleme gibt's? Im Frühjahr hat die Süddeutsche Zeitung ihre Leser dazu befragt, und die Resonanz war gewaltig: Innerhalb von vier Wochen haben 57 000 Teilnehmer den Online-Fragebogen ausgefüllt, Tausende berichteten der Redaktion über ihre persönlichen Erlebnisse auf dem Wohnungsmarkt. Per Crowdsourcing, wie man das heutzutage nennt, entstand ein riesiger Berg an Daten und Geschichten. Redakteure der SZ haben diesen Schatz an Wissen in Reportagen und Analysen, Grafiken und Videos aufbereitet. Und nächste Woche können Sie all das sehen und lesen in der Serie "Meine Miete", jeden Tag gibt es dazu in der Zeitung und online auf sz.de/miete eine Vielzahl von Texten. Zum Auftakt am Montag schreiben wir zum Beispiel über den Lock-in-Effekt: über Mieter, die in ihrer Wohnung bleiben müssen, obwohl diese zu groß oder zu klein ist - denn eine andere, passendere Wohnung wäre für sie unbezahlbar. Am Dienstag geht es weiter mit einer Analyse über die Schwierigkeiten von Behinderten und Geringverdienern und einem Interview mit Justizministerin Katharina Barley zur Mietpreisbremse. Jeden Tagen folgen weitere Geschichten, abgeschlossen wird die Serie "Meine Miete" am Samstag mit einem Report, den Hannah Beitzer recherchiert hat: Sie hat ein Haus besucht, in dem jede Wohnung unterschiedlich viel Miete kostet.

Christian Greiner hat einen Allerweltsnamen, aber einen prominenten Vater: den Investor Hans Rudolf Wöhrl. Greiner, 39, ist seit vielen Jahren als Unternehmer erfolgreich. Aufsehen erregte er, als er vor einem Jahr ein Unternehmen seiner Familie, die Modehauskette Wöhrl, aus der Insolvenz heraus übernahm. Im Montagsinterview zieht er Bilanz und erklärt, warum er im Zeitalter der Digitalisierung fest an die Zukunft des stationären Handels glaubt. Und wie er von seinem Vater profitiert, obwohl der ihm freie Hand lässt.

Bruno Steiner hat vor mehr als 15 Jahren das Patent für ein Verfahren bekommen, das heute nahezu jeder Bankkunde kennt: die Tan, die per SMS aufs Handy oder Smartphone geschickt wird. Während viele Geldhäuser in Europa das Verfahren nutzen, hat Steiner bis heute kaum Geld dafür gesehen. Seit Jahren klagt er deswegen, gewinnt Prozess um Prozess - nicht, weil er das große Geld will, sondern damit er überhaupt welches sieht. Denn die Banken wehren sich mit Händen und Füßen. Jetzt klagt der Mann, den wir im Mittwochsporträt vorstellen, auch gegen deutsche Banken.

Robert Schneider, 57, landete Anfang der Neunzigerjahre mit seinem Erstlingsroman "Schlafes Bruder" einen sensationellen Welterfolg. Danach wurden seine Bücher vor allem verrissen. Der österreichische Schriftsteller spricht am Freitag im "Reden über Geld" über sein Leben im Bergdorf im Vorarlberg, die Last des Zweitlings, Kritik - und wer zuhause das Geld verdient. Er sagt: "Ich bereue keine Schlacht meines Lebens."

Was noch? An diesem Sonntag jährt sich zum 278. Mal die Geburt des großen Dichters Matthias Claudius. Von ihm stammt eine schöne Erkenntnis für Kapitalisten und Materialisten: "Und all das Geld und all das Gut gewährt zwar schöne Sachen. Gesundheit, Schlaf und guten Mut kann's aber doch nicht machen."