Wirtschaftsweise:Veronika Grimm sollte ihren Industrieposten aufgeben

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Veronika Grimm (ganz rechts) ist mit ihren Ratskollegen (von links:) Achim Truger, Martin Werding, Monika Schnitzer und Ulrike Malmendier uneinig. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Wenn sich die Forscherin bei Siemens Energy zurückzieht, können die Wirtschaftsweisen neu starten. Das Land braucht dringend ökonomische Beratung.

Kommentar von Alexander Hagelüken

Das hier hat selbst in der 60-jährigen Geschichte des Sachverständigenrats Seltenheitswert. Da versucht der Wirtschaftsweise Martin Werding, bei der Präsentation des neuen Gutachtens eine Brücke zu schlagen. Ja, es gibt unterschiedliche Meinungen bei den fünf Ökonomen, ob man für Klimaschutz bei Lkws auch Wasserstoff-Lösungen vorantreiben soll. Aber die Unterschiede seien "gar nicht so groß", sagt Werding. Ratskollegin Veronika Grimm widerspricht: "So klein" seien die Unterschiede nicht. Das wichtigste ökonomische Beratergremium der Regierung streitet auf offener Bühne - so kann es nicht weitergehen.

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:Showdown bei den Wirtschaftsweisen

Beim Klimaschutz spalten sich die fünf Sachverständigen in zwei Lager. Jetzt stellen sie erstmals ihre Positionen vor - und bezweifeln gegenseitig ihre Expertise. Veronika Grimm sagt, ihr Votum für Wasserstoff habe nichts mit Siemens Energy zu tun.

Von Alexander Hagelüken und Vivien Timmler

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