Wirtschaftsstandort:Wie die Energiekosten dem Standort schaden

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Das Tesla-Werk in Grünheide. Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat Probleme, mit den USA Schritt zu halten. (Foto: Jörg Carstensen/picture alliance/dpa)

Eine Studie zeigt, wie US-Firmen in Deutschland und deutsche Firmen in den USA den jeweiligen Wirtschaftsstandort sehen. Das Ergebnis ist eindeutig – vor allem ein Faktor ragt heraus.

Von Claus Hulverscheidt, Berlin

Im Grunde bedarf es nicht mehr als jener kleinen, zweisäuligen Grafik, um zu verstehen, warum so viele internationale Unternehmen den Wirtschaftsstandort Deutschland derzeit für einen akuten Problemfall halten, während die Vereinigten Staaten als das gelobte Land erscheinen. Säule eins gibt Auskunft darüber, wie viele der in der Bundesrepublik tätigen US-Betriebe den Standortfaktor „Energiekosten“ als Problem sehen. Antwort: 84 Prozent. Richtet man die gleiche Frage spiegelbildlich an deutsche Konzerne mit Niederlassungen in Amerika, fällt das Ergebnis ebenso eindeutig aus – nur genau andersherum: null Prozent. Null zu 84, man muss nicht Betriebswirtschaft studiert haben, um zu ahnen, dass vor allem deutsche Unternehmen mit hohem Strom- oder Gasverbrauch heftig mit der Heimat fremdeln und mit dem vermeintlichen Land der unbegrenzten Möglichkeiten liebäugeln.

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