HandelsstreitWer braucht schon Regeln?

Lesezeit: 3 Min.

US-Präsident Biden unterzeichnet in Washington ein Dokument, mit dem neue Zölle eingeführt werden.
US-Präsident Biden unterzeichnet in Washington ein Dokument, mit dem neue Zölle eingeführt werden.
Mandel Ngan/AFP

Im Zollstreit mit China lässt US-Präsident Biden die Welthandelsorganisation links liegen. Und die Institution macht nichts dagegen. Das liegt auch an einer fatalen Fehleinschätzung.

Von Claus Hulverscheidt, Berlin

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In einer Welt der Regeln, des gegenseitigen Respekts und der internationalen Zusammenarbeit wäre die Sache ganz einfach: Die USA trügen ihre Vorwürfe, wonach China die globalen Märkte mit staatlich subventionierten Billigprodukten überschwemmt, bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf vor, die ihrerseits in Peking nachfragte, ob die Kritik berechtigt sei. Am Ende landete der Fall bei einem allseits respektierten WTO-Schiedsgericht, das entweder der Volksrepublik die wettbewerbsverzerrenden Handelspraktiken verböte oder aber den Amerikanern die Einführung zusätzlicher Importzölle auf bestimmte chinesische Waren erlaubte. Fall gelöst.

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