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Wirtschaft kompakt:Telekom berappelt sich - dem iPhone sei Dank

Das iPhone vergoldet die Telekom-Bilanz. Außerdem: GM startet seine Börsenrückkehr mit hohen Gewinnen und Adidas verdient glänzend. Das Wichtigste in Kürze.

Die Deutsche Telekom sieht sich nach dem dritten Quartal bei ihren Jahreszielen auf Kurs. Die finanzielle und auch die operative Entwicklung des Dax-Konzerns entspreche voll den eigenen Erwartungen, erklärte der Vorstandsvorsitzende René Obermann.

Deutsche Telekom veroeffentlicht Zwischenbericht zum 3. Quartal

Gut eine Milliarde Gewinn im dritten Geschäftsquartal: Die Deutsche Telekom ist mit ihren Zahlen zufrieden.

(Foto: dapd)

Freude bereiten dem Ex-Monopolisten vor allem die Handykunden in Deutschland. Die hohe Nachfrage nach Smartphones wie dem iPhone von Apple und die dazugehörigen Datentarife hätten das Geschäft gestützt, frohlockte die Telekom. So seien die Datenumsätze im Mobilfunk allein um 27 Prozent gestiegen. Bis vor kurzem bot allein die Telekom-Mobilfunktochter T-Mobile das iPhone in Deutschland an.

Gleichzeitig trat der Bonner Konzern ordentlich auf die Kostenbremse. Bislang wurden 2010 rund 1,7 Milliarden Euro eingespart - das Jahresziel von zwei Milliarden Euro dürfte übertroffen werden, erklärte der Konzern.

In den drei Monaten per Ende September verzeichnete die Telekom zwar Umsatzrückgänge im operativen Geschäft, doch dies war wegen der Entkonsolidierung der britischen Tochter T-Mobile UK erwartet worden. Insgesamt verbuchte die Telekom im dritten Vierteljahr gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzminus von 4,1 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 9,2 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro nachgab. Der Überschuss aber stieg überraschend um acht Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Experten hatten im Schnitt mit einem leichten Rückgang auf 947 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Betrag bei 959 Millionen Euro gelegen.

Der Vergleich zum Vorjahr wird dadurch verzerrt, dass T-Mobile UK 2009 noch komplett im Zahlenwerk enthalten war. Die Tochter wurde aber per Anfang April dieses Jahres in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Orange UK eingebracht. Das Ergebnis des Joint Ventures wird seither lediglich im Finanzergebnis erfasst. Wäre die Sparte bereits im Vorjahr nicht im operativen Geschäft enthalten gewesen, wären die Erlöse im dritten Quartal 2010 um ein Prozent gestiegen und das operative Ergebnis um 6,1 Prozent gesunken.

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