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Wirtschaft kompakt:Her mit der Rente!

Ehemalige Chrysler-Mitarbeiter streiten mit Daimler um ihre Betriebsrenten und die griechische Regierung verteidigt ihr radikales Sparprogramm - das Wichtigste in Kürze.

Eine Gruppe von früheren Chrysler-Beschäftigten geht gegen Daimler vor. Die mehr als 450 Ex-Mitarbeiter verlangen, dass der ehemalige Chrysler-Eigentümer für ihre Betriebsrenten gerade steht, die sie mit der Insolvenz des US-Autoherstellers im vergangenen Jahr verloren hatten.

Chrysler hat Ärger mit ehemaligen Mitarbeitern. Sie streiten für ihre Betriebsrenten - und reichten jetzt eine Sammelklage ein.

(Foto: AP)

Die Gruppe reichte am Freitag eine Sammelklage vor dem Bezirksgericht in Wayne County (US-Bundesstaat Michigan) ein. Auch vom Finanzinvestor Cerberus verlangen die ehemaligen Beschäftigten Geld. Die Beteiligungsgesellschaft hatte 2007 die Kontrolle über Chrysler übernommen; Daimler übertrug ihr 80,1 Prozent seiner Anteile. Der mit Staatshilfe gerettete US-Autobauer selbst bleibt ausdrücklich von Forderungen verschont.

"Jeder, der bei der Klage mitmacht, liebt dieses Unternehmen", sagte Anwalt Sheldon Miller. "Jeder will, dass es Erfolg hat."

Chrysler berappelt sich langsam von der schweren Krise und der Beinahepleite. Die Verkaufszahlen steigen, Gewinne rücken näher. Experten sehen das Unternehmen aber noch nicht endgültig über den Berg. Mittlerweile lenkt der italienische Fiat-Konzern die Geschicke des kleinsten der drei großen US-Autokonzerne.