bedeckt München 21°
vgwortpixel

Wirtschaft kompakt:Die Araber kommen

Im Abwehrkampf von Hochtief mischt plötzlich das Emirat Katar mit. Außerdem: Die IG Metall reagiert verschnupft auf die Gedanken um eine 45-Stunde-Woche. Das Wichtigste in Kürze.

Das Emirat Katar könnte dem Baukonzern Hochtief helfen, eine feindliche Übernahme durch den spanischen Konkurrenten ACS abzuwehren. Vor einigen Wochen habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Empfang Kontakte zwischen Hochtief-Konzernchef Herbert Lütkestratkötter und dem katarischen Wirtschaftsminister hergestellt, hieß es am Sonntag bei Hochtief.

Proteste von Hochtief-Mitarfbeitern

Im Kampf um Hochtief mischt nun auch das Emirat Katar mit.

(Foto: dapd)

Berichte, wonach "verhandelt" werde, seien jedoch Spekulation. Bei dem Treffen seien etwa Hundert Leute dabei gewesen. Ob das Emirat Interesse an einem Einstieg bei Hochtief hat, ist unklar.

Die Mitglieder des Ad-hoc-Ausschusses des Hochtief-Aufsichtsrates wollen am Montag erneut beraten. Einem Bericht des Spiegel zufolge soll dann entschieden werden, wann das Unternehmen einen speziellen Antrag bei der australischen Genehmigungsbehörde Takeover-Panel stellt, um sich bescheinigen zu lassen, dass der spanische Baukonzern ACS auch für die australische Hochtief-Tochter ein Pflichtangebot abgeben muss.

ACS, der größte Baukonzern Spaniens, hatte kürzlich angekündigt, Hochtief übernehmen zu wollen. Die Spanier sind mit knapp 30 Prozent bereits größter Einzelaktionär des Essener Konzerns. Hochtief lehnt die mehrheitliche Übernahme durch ACS ab und hatte deswegen die Bundesregierung bereits Anfang Oktober um Hilfe gebeten.

Bildstrecke

Ein Jahrhundert Kult: Nivea, Aspirin & Co.