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Wirtschaft kompakt:BMW? Ab in die Werkstatt!

BMW muss abermals Fahrzeuge zurückrufen, die USA genehmigen ein riesiges Solarkraftwerk in Kalifornien und Bosch zahlt eher mehr Geld - das Wichtigste in Kürze.

Erneute Pannen bei BMW: Wegen Problemen mit der Spritzufuhr ruft der bayerische Autohersteller allein in den USA vorsorglich mehr als 150.000 Autos zurück. Betroffen sind ausschließlich Wagen mit Sechszylinder-Motoren. Die Aggregate sind allerdings durch fast alle Modellreihen verbaut - vom kompakten 1er bis zum schweren Geländewagen X6.

BMW - Bilanz

BMW muss in den USA Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen - schon wieder.

(Foto: dpa)

Ein BMW-Sprecher sagte in München, in Deutschland seien nach jetzigem Kenntnisstand keine Wagen betroffen. Bei 130.000 Autos mit 3,5-Liter-Maschinen besteht die Gefahr, dass das Einspritzsystem fehlerhaft arbeitet, was zu Startproblemen und einer verminderten Motorleistung führt. Im besten Falle reicht, dass eine neue Software aufgespielt wird. Im schlechtesten Falle muss ein Teil ausgetauscht werden. Betroffen sind Wagen der Modelljahre 2007 bis 2010.

Unabhängig davon kann bei 20.800 Geländewagen vom Typ X5 die Kraftstoffpumpe komplett ausfallen und das auch bei voller Fahrt. Wenn der Motor ausgeht, versagen gleichzeitig Servolenkung und Bremskraftverstärker. BMW versicherte aber, dass es noch zu keinen Unfällen wegen der beiden Probleme gekommen sei. Beim X5 ist nur das Modelljahr 2008 betroffen.

Erst zu Monatsbeginn hatten die Bayern in den Staaten 198.000 Wagen wegen fehlerhafter Bremsen in die Werkstätten bitten müssen. Kurze Zeit später räumte der Erzrivale Mercedes Lenkprobleme ein.

Das Feld der Rückrufe führt aber weiterhin Toyota an. Nach dem Debakel mit klemmenden Gaspedalen und rutschenden Fußmatten machten zuletzt Bremsen und Benzinpumpen Ärger.

Big ist beautiful, das gilt vor allem in den USA: Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hat den Bau eines riesigen Solarkraftwerks in Kalifornien genehmigt, wie US-Innenminister Ken Salazar mitteilte.

Nach Angaben des Erlanger Kraftwerksbauers Solar Millennium, der das Projekt federführend mit Beteiligung des US-Ölkonzerns Chevron entwickelt, wäre es der größte Solarenergiestandort der Welt, der mit seiner Leistung in die Dimension von Kernkraftwerken vorstößt.

Das Projekt in der Mojave-Wüste in der Nähe von Blythe mit vier Solar-Großanlangen soll eine Gesamtleistung von rund 1000 Megawatt (MW) haben. Das sei ausreichend für die Versorgung von 300.000 bis 750.000 Haushalten, teilte das US-Innenministerium weiter mit.

Zusammen mit anderen Solarprojekten, die in den vergangenen Wochen genehmigt worden seien, könnten sogar bis 2800 Megawatt Strom aus erneuerbarer Energie produziert werden. Damit könnten bis zu zwei Millionen Haushalte versorgt werden. Das Volumen des Blythe-Projekts wird auf bis zu sechs Milliarden Dollar veranschlagt.

Solar Millennium war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil sich das Unternehmen derzeit mit seinem früheren Kurzzeit-Chef Utz Claassen vor Gericht zofft.

Safety first: Die Verbraucher sehen die deutsche Wirtschaft zwar weiter im Aufwind, rechnen aber nicht mehr mit ganz so hohen Einkommenszuwächsen wie in den Vormonaten. Und darum planen sie größere Anschaffungen vorsichtiger, wie aus der neuesten Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervorgeht.