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Wirtschaft kompakt:BASF: Milliarden verdient, Erwartungen enttäuscht

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat 2010 zwar Milliarden gescheffelt, doch die Erwartungen der Analysten enttäuscht. Außerdem: düstere Aussichten bei RWE. Das Wichtigste in Kürze.

An hohen Erwartungen gescheitert: Der Chemieriese BASF hat im vierten Quartal 2010 zwar seinen Gewinn gesteigert, aber die Analysten dennoch enttäuscht. Vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen sei der Gewinn im Schlussquartal um 19,3 Prozent auf 1,765 Milliarden Euro gestiegen, teilte das weltgrößte Chemieunternehmen in Ludwigshafen mit. Der Quartalsumsatz stieg um fast ein Viertel auf mehr als 16 Milliarden Euro. Analysten hatten jedoch im Durchschnitt mit fast 200 Millionen Euro mehr Gewinn gerechnet.

Vorschau:  BASF SE veroeffentlicht Jahresergebnis

Der Chemieriese BASF hat sein Betriebsergebnis veröffentlicht: Der Gewinn fiel im Geschäftsjahr 2010 um 68 Prozent höher aus. Die Analysten hatten allerdings mit einem noch größeren Plus gerechnet.

(Foto: dapd)

Insgesamt hat BASF seinen Umsatz im Jahr 2010 um 26 Prozent auf 63,9 Milliarden Euro erhöht, der bereinigte Betriebsgewinn stieg um 68 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Der Vorstand schlägt für 2010 eine kräftige Anhebung der Dividende von 1,70 Euro auf 2,20 Euro vor.

Für das laufende Jahr verbreitete Konzernchef Jürgen Hambrecht Optimismus: Umsatz und Betriebsgewinn sollten weiter steigen, kündigte er an. Zwar bereitet dem Konzern die Situation in Libyen Sorgen, dort ist BASF mit seiner Tochter Wintershall im Ölgeschäft aktiv. Im Zuge der Konjunkturerholung rechnet BASF jedoch mit einem deutlichen Wachstum der weltweiten Chemieproduktion.

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