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Wirtschaft kompakt:Fiat-Chef mäkelt an Italien herum

Bella Italia - bei vielen Menschen lässt das Land Sehnsüchte aufkommen: Doch für Fiat-Chef Sergio Marchionne wäre der Autohersteller ohne Italien besser dran. Die Gewerkschaften des Landes reagierten empört auf die Äußerung.

Kürzlich hatte Fiat die Prognosen für das Jahr 2010 angehoben. Der Betriebsgewinn werde mindestens zwei Milliarden Euro betragen, sagte Marchionne. "Nicht ein Euro kommt aus Italien."

Der Autohersteller könnte ohne das Land mehr erreichen. Die Arbeitsproduktivität sei zu gering und es herrsche ein Mangel an Wettbewerbsfähigkeit.

Mit seinen Äußerungen brachte Marchionne allerdings die Gewerkschaften gegen sich auf. Der Chef der größten Organisation CGIL, Guglielmo Epifani, wies die Vorwürfe entschieden zurück. "Marchionne sieht die Zukunft von Fiat sehr skeptisch", sagte der Gewerkschaftsführer. "In Wahrheit will Marchionne Italien verlassen."

Empört zeigte sich auch Rocco Palombella von der Metallarbeiter-Gewerkschaft Uilm: Marchionne solle "aufhören, die Arbeiter zu demütigen".

Daimler bekommt eine Frau als neue Chefin der weltweit operierenden Konzernsicherheit. Es handelt sich um Sabine Wiedemann, die bislang in gleicher Funktion bei der Deutschen Post tätig war. Der Autohersteller bestätigte die Personalie. "Frau Wiedemann wird bei Daimler zum 1. Januar 2011 anfangen", sagte ein Sprecher zu sueddeutsche.de.

Der langjährige Sicherheitschef Thomas Menk hatte das Unternehmen zur Jahresmitte verlassen. Ehe Wiedemann in die Wirtschaft wechselte , war sie in verschiedenen Funktionen beim Bundeskriminalamt (BKA) tätig. Vor der Deutschen Post hatte sie bei der Lufthansa das Operations Control Center geleitet.