Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft stieg im Januar um 1,2 auf 52,5 Punkte, teilte der Finanzdienstleister S&P Global mit. Damit blieb das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 51,6 Punkten gerechnet. „Insgesamt ist das ein guter Start ins neue Jahr“, sagte Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank, die die Umfrage sponsert. „Dennoch bleibt die Erholung eher fragil.“ Besonders in der Industrie läuft es weiter nicht so rund. Bei den Dienstleistern lief es zum Jahresbeginn besser als erwartet. Die deutsche Wirtschaft war im Schlussquartal 2025 nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 0,2 Prozent gewachsen. Im Laufe von 2026 dürfte die Konjunktur anziehen und Experten zufolge dank Rückenwind durch die staatlichen Mehrausgaben im Gesamtjahr um rund ein Prozent zulegen. „Die ungewöhnlich hohen fiskalischen Impulse in Form von deutlich höheren Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur dürften der Wirtschaft einen spürbaren Schub verleihen“, erklärte de la Rubia. Unterdessen mehren sich auch in der deutschen
Baubranche die Hinweise auf ein Ende der jahrelangen Krise. Im November zog das Bauhauptgewerbe 8,5 Prozent mehr Aufträge an Land als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist bereits der vierte inflationsbereinigte Zuwachs binnen fünf Monaten. Der Bau könne zu einem Wachstumsmotor werden, so Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung.
KonjunkturWirtschaft nimmt Fahrt auf

Die deutsche Wirtschaft hat am Jahresanfang mehr an Dynamik zugelegt als erwartet. Im Bau ist ein Ende der Krise in Sicht.