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Fall Wirecard:Kontrolleure außer Kontrolle

(Foto: dpa (2), AP, imago)

Wirtschaftsprüfer sollen für Vertrauen sorgen - und haben viel Vertrauen verspielt. Sie müssen nun strengeren Regeln unterworfen werden, damit die Branche nicht noch mehr Unheil anrichtet.

Kommentar von Jan Willmroth

Der Wirecard-Skandal hat in gewaltigem Ausmaß Vertrauen vernichtet. Anleger haben ihr Geld verloren im Glauben, sie hätten in eine Zukunftsfirma investiert. Die deutsche Öffentlichkeit muss zusehen, wie sich ein Dax-Konzern als Jahrhundertschwindel herausstellt. Weltweit stellt man sich die Frage, wie ausgerechnet in Deutschland, im Land der Leitzordner und Verwaltungsvorschriften, sämtliche Kontrollen derart versagen konnten. Die Banken, die Wirecard Hunderte Millionen Euro an Krediten gaben, die Investoren, darunter viele erfahrene Profis, die Aufsichtsräte, die Finanzaufsicht und die Bundesregierung in Berlin: Sie alle sehen aus wie eine Ansammlung von Naivlingen, reingelegt von windigen Geschäftsleuten - und getäuscht von Fehlurteilen der Abschlussprüfer.

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