Wirecard-Prozess:Böse, das sind die anderen

Lesezeit: 2 min

Seit etwa eineinhalb Jahren läuft der Prozess gegen den früheren Wirecard-Chef Markus Braun und zwei andere Top-Manager nun schon. (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Seit anderthalb Jahren läuft der Wirecard-Prozess, für Markus Braun gilt weiter die Unschuldsvermutung. Und doch zeichnet sich ab: Auf ihn könnte ein historisch hartes Urteil warten.

Kommentar von Stephan Radomsky

Wenn es so weitergeht, dann drohen Markus Braun wohl noch einige Jahre im Gefängnis. Seit Sommer 2020 sitzt der frühere Wirecard-Boss schon in Untersuchungshaft. Deutet man die Zeichen richtig, die das Gericht zuletzt aussandte, könnte das aber gerade einmal die Hälfte dessen gewesen sein, was dem Star-Manager von einst droht. Theoretisch könnte Braun für bis zu 15 Jahre ins Gefängnis gehen – und tatsächlich wirkt es bisher so, als könnte die Strafe zweistellig ausfallen. In Wirtschaftsprozessen sind solche Strafen sehr selten.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusWirecard-Prozess
:Die Frau, die nun den Ex-Wirecard-Chef verteidigt

Theres Kraußlach ist seit anderthalb Jahren die Pflichtverteidigerin von Markus Braun. Nach dem Ausscheiden von Staranwalt Alfred Dierlamm rückt die Juristin aus Erfurt nun ins Zentrum des Verfahrens.

Von Stephan Radomsky

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: