Wirecard:Im Irrgarten von Aschheim

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FILE PHOTO: A woman enters the headquarters of Wirecard AG in Aschheim

Die Zentrale des Finanzdienstleisters in Aschheim in der Nähe von München.

(Foto: REUTERS)

Bei Wirecard hat der Insolvenzverwalter übernommen - und macht Entdeckungen, die auch erfahrene Prüfer noch nicht erlebt haben.

Von Klaus Ott und Nicolas Richter

Noch werden bei der insolventen Wirecard AG nicht die Möbel herausgetragen, aber ein bestimmter Typ von Gerät immerhin hat bereits aus allen Büros weichen müssen: der Papierschredder. Mit dieser Maßnahme wollen die Anwälte und Berater in der Konzernzentrale in Aschheim bei München verhindern, dass mal eben belastende Unterlagen vernichtet werden. Sie, die das Unternehmen jetzt verwerten und abwickeln müssen, scheinen Teilen der Belegschaft alles zuzutrauen, bis hin zur Verdunkelung. Um so viele Informationen wie möglich über das bisherige Geschäftsgebaren retten zu können, hat der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé auch Sicherungskopien aller Computerdateien erstellen lassen, was gar nicht so einfach gewesen sein dürfte: Die Datenmenge ist so groß, dass sie sich nur noch in Petabyte messen lässt, was mehr als 1000 Terabyte entspricht. Würde man all dies ausdrucken, könnte man damit 20 große Kreuzfahrtschiffe von unten bis oben füllen, schätzt ein Insider.

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