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Die Wirecard-Kontrolleure:Auf der Suche nach dem Phantomgeld

Illustration: Stefan Dimitrov

Die Wirtschaftsprüfer von EY sollen bei Wirecard jahrelang nicht energisch genug nachgehakt haben. Das wirft die Frage auf: Haben die Kontrolleure versagt oder fehlte ihnen schlicht die Handhabe?

Von Christoph Giesen, Klaus Ott, Nicolas Richter, Jörg Schmitt, Jan Willmroth und Nils Wischmeyer

Die Lage war ernst im April 2018 in der Asien-Zentrale von Wirecard in Singapur. Ein Whistleblower hatte Luftbuchungen, Scheinüberweisungen und Betrug in Millionenhöhe im fernöstlichen Geschäft des Zahlungsdienstleister gemeldet. Am Konzernsitz in Aschheim bei München richtete ein Manager aus der Rechtsabteilung daher am 17. April eine Gruppe beim Kurznachrichtendienst Telegram ein. "SG Compliance" nannte er den Chat. "Hallo Jungs", schrieb er seinen beiden Kollegen in Singapur, die den Fall vor Ort betreuten. Er habe die Erlaubnis von Vorstandsmitglied Jan Marsalek, die Wirtschaftsprüfer von EY anzusprechen. Den Wirecard-Juristen ging es damals offenbar darum, einen Überblick zu bekommen und den Rat von Experten einzuholen. EY, eine der weltweit vier großen Wirtschaftsprüfgesellschaften, kümmert sich seit Jahren um die Bilanzen von Wirecard.

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