bedeckt München 14°

Wettbewerbsfähigste Länder:Schweiz hui - Vereinigte Staaten pfui

Welche Länder sind besonders flexibel und damit attraktiv für Unternehmen? Die Bundesrepublik steht trotz Euro-Krise im internationalen Vergleich gut da: Deutschland belegt Rang sechs unter den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Die Vereinigten Staaten hingegen stürzen weiter ab.

11 Bilder

Schweiz steht als Steueroase auf Frankreichs schwarzer Liste.

Quelle: Susanne Popp

1 / 11

Welche Länder sind besonders flexibel und damit attraktiv für Unternehmen? Die Bundesrepublik steht trotz Euro-Krise im internationalen Vergleich gut da: Deutschland belegt Rang sechs unter den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Die Vereinigten Staaten hingegen stürzen weiter ab. Den Artikel zum Ranking finden Sie hier. Eine Auswahl an Ländern in Bildern.

Die Rangliste der wettbewerbsfähigsten Staaten führt seit 2009 die Schweiz an. Das Land ist in allen Bereichen top platziert: Die Experten schreiben dem Nachbarland in diesem Zusammenhang beispielsweise das größte Wachstumspotenzial zu. Auch in den Bereichen Innovationskraft und Arbeitsmarkteffizienz kann das Land glänzen. Dazu gehören unter anderem die hochentwickelten Finanzmärkte, die exzellente Infrastruktur und stabile wirtschaftliche Eckdaten.

Singaporeans watch a flyover of the skyline by an airforce helico

Quelle: dpa

2 / 11

An zweiter Stelle behauptet sich der kleinste Staat Südostasiens: Singapur kann sich mit seinen guten öffentlichen und privaten Institutionen und dem effizientesten Arbeitsmarkt der Welt den Platz hinter der Schweiz sichern. Die Insel hat eine Infrastruktur mit exzellenten Straßen, Häfen und Flughäfen. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit resultiert vor allem aus dem guten Bildungssystem des Landes, das die Arbeitnehmer offensichtlich erfolgreich auf die Arbeitswelt vorbereitet.

Finnisches Haus

Quelle: iStockphoto/Giovanni Rinaldi

3 / 11

Finnland hat im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gut gemacht. Der nordeuropäische Staat schafft es dank verbesserten Werten in allen Kategorien auf Platz drei der Rangliste. Finnland ist eines der innovativsten europäischen Länder. Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich durch die steigende Inflation hingegen leicht verschlechtert, ist aber im Vergleich zu Europa relativ stabil.

Stockholm Schweden Städtereise Städtetipp

Quelle: iStockphoto

4 / 11

Schweden fällt dieses Jahr um einen Platz auf Rang vier zurück. Gleichwohl zählt das Königreich zu den produktivsten und wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt. Abstriche muss das Land allerdings für den unflexiblen Arbeitsmarkt hinnehmen - Schweden belegt in dieser Kategorie gerade mal Platz 92. Zudem bescheinigen die Experten, dass sich Schwedens institutionelle Rahmenbedingungen in den letzten drei Jahren stark verschlechtert haben. Mit seinem ausgeglichenen Budget und dem überschaubaren Schuldenstand kann das nordeuropäische Land dennoch eine gute wirtschaftliche Entwicklung vorweisen.

HISWA boat show in Amsterdam

Quelle: dpa

5 / 11

Zwei Plätze hochgerutscht sind die Niederlande. Grund für Platz fünf sind hauptsächlich ein stabilerer Finanzmarkt und mehr Innovationen. Das Land setzt dabei vor allem auf neue Technologien, um produktiver zu werden.

Herbstlaub vor Reichstagsgebäude

Quelle: dpa

6 / 11

Wie schon im Vorjahr belegt Deutschland Rang sechs und trotzt damit weiterhin der Euro-Krise. Top-Noten bescheinigen die Experten der Bundesrepublik vor allem in Sachen Infrastruktur und Innovationskraft. Auch auf dem Gütermarkt sieht es gut aus - dank lokalem Wettbewerb und der geringen Anzahl großer Unternehmen, die den Markt beherrschen. Wachstumshemmend wirkt sich hingegen der deutsche Arbeitsmarkt aus: In der Kategorie "Flexibilität in der Lohnfindung" zählt Deutschland zu den fünf schlechtesten Staaten der Welt. Ähnlich schlecht sieht es aus Sicht der Arbeitgeber beim Kündigungsschutz aus.

A demonstrator holds a sign while marching during the Democratic National Convention in Charlotte

Quelle: REUTERS

7 / 11

Die Vereinigten Staaten rutschen dieses Jahr zwei weitere Plätze auf Rang sieben ab. Dabei stand die Nation 2007 noch auf Platz eins. Grund für den Absturz ist die instabile Volkswirtschaft: Mittlerweile belegen die USA nur noch Platz 111 von 144. Die hohe Verschuldung, die hohe Arbeitslosigkeit und das schwache Wachstum bereiten den Experten zudem Sorgen. Einige befürchten, dass den USA eine ähnliche Krise europäischen Ausmaßes drohen könnte. Das läge auch daran, dass das Vertrauen in die Politiker des Landes in den letzten Jahren stark gelitten habe (hier ein Bild von Protesten gegen die Demokraten). Allerdings erholt sich die Wirtschaft nach der Finanzkrise einigermaßen gut. Innerhalb von zwei Jahren sind die USA in dieser Kategorie um 15 Plätze auf Rang 16 gestiegen.

-

Quelle: AFP

8 / 11

Das bevölkerungsreiche Land der Erde büßt an Wettbewerbsfähigkeit ein. China fällt von Platz 26 auf Rang 29 und ist damit wieder auf dem Stand von 2009. Als Ursache führen Experten an, dass sich beispielsweise der Finanzmarkt negativ entwickelt hätten. Gute Noten erhält die Volksrepublik hingegen für die wirtschaftliche Lage. Grund ist unter anderem das moderate Budgetdefizit und eine Bruttosparquote über 50 Prozent. Gute Noten gab es allerdings auch für Grundschulen und die Hochschulbildung.

brasilianischer Fussballspieler am Strand

Quelle: picture-alliance/ dpa/dpaweb

9 / 11

Brasilien klettert dieses Jahr von Platz 53 auf Platz 48. Trotz hoher Inflationsrate von knapp sieben Prozent, verbesserte sich die wirtschaftliche Lage in diesem Jahr. Das Vertrauen in die Politiker sei allerdings niedrig, sagen die Experten. Die staatliche Regulierung sei so hoch wie in keinem anderen Land der Erde und die Regierung gehe zu verschwenderisch mit ihren Ausgaben um.

-

Quelle: AFP

10 / 11

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage und dem maroden Bankensystem zeigt sich Spanien relativ stabil. Das Königreich reiht sich mit Platz 36 noch vor Italien (Platz 42) und Portugal (Platz 49) ein. Das Land profitiert vor allem von seiner guten Verkehrsinfrastruktur und der ausgereiften Informations- und Kommunikationstechnik. Außerdem zeigen die Reformen bereits Wirkung bei den Arbeitskosten: Die Lohnstückkosten sind mittlerweile so stark gefallen, dass das Land international wieder deutlich wettbewerbsfähiger wird.

IMF Managing Director Lagarde looks at one of the pyramids while listening to a guide's explanation as she visits the pyramids in Giza

Quelle: REUTERS

11 / 11

Ägypten verliert nach den politischen Unruhen und dem Führungswechsel während des arabischen Frühlings 13 Plätze und rutscht damit auf Platz 107 im Ranking.

© Süddeutsche.de/skes/bbr/hgn
Zur SZ-Startseite