Wettbewerb:Facebook soll Giphy wieder verkaufen

Britische Wettbewerbshüter wollen den Facebook-Konzern Meta zwingen, die im vergangenen Jahr übernommene Clip-Plattform Giphy wieder zu verkaufen. Der Zusammenschluss schwäche den Wettbewerb zwischen Online-Diensten in Großbritannien, so die Kartellbehörde CMA. Der Facebook-Konzern könne damit seine führende Marktposition stärken und Konkurrenten unter Druck setzen, argumentierte sie. Der Verkauf sei der einzige Weg, die Bedenken auszuräumen. Unter anderem sieht die Behörde die Gefahr, dass Meta es für Rivalen von Facebook und Instagram schwieriger machen könnte, die animierten Bilder von Giphy einzubinden. So könne der Konzern verlangen, dass Giphy-Kunden wie Tiktok, Twitter oder Snapchat für den Zugang zu den Gifs mehr Kundendaten mit ihm teilen. Giphy sei bis zur Übernahme auch ein Wettbewerber für den Facebook-Konzern im Online-Werbemarkt gewesen, betonte die CMA. Meta erwäge, Widerspruch gegen die Anordnung einzulegen, sagte ein Sprecher des Facebook-Konzerns in einer ersten Reaktion. Die Nutzer und Giphy profitierten vom Zugang des Clip-Dienstes zur Infrastruktur von Meta, und der Zusammenschluss biete "mehr Auswahl für jeden". Große Tech-Plattformen standen zuletzt verstärkt im Visier von Wettbewerbshütern. Es ist aber der erste Vorstoß eines Regulierers, der die Rückabwicklung eines bereits vollzogenen Deals fordert. Meta hatte Giphy im Mai 2020 gekauft. Der Kaufpreis soll mehr als 300 Millionen Dollar betragen haben.

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