Historische Wertpapiere„Man lernt, was in der Wirtschaft alles schiefgehen kann“

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Bild eines Wertpapiers aus der Sammlung von Manuela Benecke, die am 14. März 2026 in Wolfenbüttel versteigert worden ist.
Bild eines Wertpapiers aus der Sammlung von Manuela Benecke, die am 14. März 2026 in Wolfenbüttel versteigert worden ist. Freunde historischer Wertpapiere

Jörg Benecke versteigert den Nachlass seiner verstorbenen Frau – die bedeutendste private Sammlung historischer Wertpapiere aus Berlin. Ein Besuch bei Menschen, die viel Geld für ein Stück Wirtschaftsgeschichte ausgeben.

Von Gunnar Herrmann, Wolfenbüttel

Am Ende bleibt Christian Schroeders Hand doch unten. Die „Actie Nr. 2743“ der Berliner Centralstrassen-Actien-Gesellschaft geht – zum Ersten, zum Zweiten zum Dritten – an den Herrn mit der Nummer acht eine Reihe hinter ihm. So wechselt das Wertpapier, das 1871 einmal „Zweihundert Thaler“ kostete, für 4400 Euro im Wolfenbütteler Ortsteil Salzdahlum den Besitzer. Dass es einmal dazu kommt, hätten die Bankiers und Unternehmer sicher nicht geahnt, als sie einst die Aktie herausgaben, um in Berlin Großprojekte zu finanzieren. Aber im Jahr 2026 kommt Wirtschaftsgeschichte regelmäßig in Salzdahlum unter den Hammer. Denn hier, in einem alten Wohnhaus zwischen Rübenfeldern, hat die AG für Historische Wertpapiere ihren Geschäftssitz samt Auktionsraum.  An diesem Samstag wird die Sammlung Manuela Benecke versteigert, die bedeutendste private Sammlung von Wertpapieren aus dem alten Berlin.

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