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Sandwich sticht Burger:Subway überholt McDonald's

Neuer Primus in der Fast-Food-Branche: Die Sandwichkette Subway betreibt inzwischen mehr Schnellrestaurants als der ewige Branchenführer McDonald's. Beim Umsatz bleibt der Burgerbrater aber unangefochtene Nummer eins.

Wachablösung im weltweiten Fast-Food-Geschäft: Die Sandwich-Kette Subway hat die Fastfood-Kette McDonald's überholt, zumindest hinsichtlich ihrer globalen Anzahl von Restaurants

US-Sandwichkette Subway

Die Sandwich-Kette Subway expandiert weltweit - doch in Deutschland hat das Unternehmen Probleme.

(Foto: ddp)

Ende vergangenen Jahres seien 33.749 Subway-Restaurants in Betrieb gewesen, teilte der Sandwich-Filialist aus dem US-Bundesstaat Connecticut mit. McDonald's hatte der US-Börsenaufsicht SEC zum Abschluss des Jahres 2010 lediglich 32.737 Restaurants gemeldet.

In den USA hatte Subway bereits im Jahr 2002 mehr Filialen als McDonald's. Nach den Umsatzzahlen lässt sich mit Hamburgern aber immer noch weit mehr Geld einnehmen als mit Sandwiches: Im vergangenen Jahr setzte Subway 15,2 Milliarden Dollar (10,9 Milliarden Euro) um, während McDonald's im selben Zeitraum auf Erlöse von 24 Milliarden Dollar (17,3 Milliarden Euro) kam.

Das starke Wachstum Subways beruht auf der Strategie des Unternehmens, Filialen auch an ungewöhnlichen Orten zu eröffnen. So betreibt Subway beispielsweise eine Niederlassung bei einem Autohändler in Kalifornien, in einem Geschäft für Haushaltsgeräte in Brasilien, in einer Fähren-Anlegestation in Seattle, einem Zoo in Taiwan und in Deutschland auf einem Ausflugsschiff der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt AG.

"Das Unübliche wird üblich"

"Wir ziehen laufend jede nur erdenkliche Möglichkeit in Betracht, jemandem den Kauf eines Sandwiches zu ermöglichen, wo immer das auch sein mag", sagte Subway-Strategiechef Don Fertman dem Wall Street Journal. "Das Unübliche wird üblich."

Bei seinem weltweiten Expansionszug hat Subway in einigen Ländern allerdings Probleme, darunter in Deutschland. Der Anbieter versucht darauf mit neuen Angeboten zu reagieren, die sich direkt an deutsche Ernährungsgewohnheiten wenden. So soll die neue Brötchensorte "Vollkorn" den hiesigen Geschmack besser treffen als die typischen - sehr weichen - Subway-Semmeln.

© sueddeutsche.de/DAPD/pak

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