bedeckt München 17°

Weltbild:Chaos in der Mogelpackung

Weltbild-Verlag vor Insolvenz

Berliner Weltbild-Filiale: Mit dem Kauf von 67 Buchgeschäften wurde der Händler Lesensart zu einer der größten Buchketten in Deutschland.

(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Eineinhalb Jahre nach der Insolvenz plant Weltbild Neueröffnungen. Für viele verkaufte Filialen sieht es dagegen schlecht aus.

Von Stefan Mayr, Augsburg

Als im Februar der Augsburger Medienhändler Weltbild 67 seiner Buchgeschäfte an die unbekannte Lesensart GmbH verkaufte, war Henriette Weber (Name geändert) noch guter Dinge. "Es herrschte Euphorie", sagt die Verkäuferin. Heute, gut drei Monate später, seufzt sie: "Die Stimmung ist katastrophal." Aus Angst vor ihrem neuen Chef will sie ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen. "Wenn das so weitergeht, werden viele Filialen zugesperrt", befürchtet die Mittfünfzigerin. Sie spricht von unsicheren Mietverträgen, von gebrochenen Versprechen des Managements und chaotischen Zuständen in der Firmenzentrale.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
FILE PHOTO: Cemetery in Indonesia's capital running out of space as coronavirus cases surge
Coronavirus
Eine Million Schicksale
Men is calculating the cost of the bill. She is pressing the calculator.; Soforthilfe
Corona-Soforthilfe
"Zugegeben, da habe ich recht großzügig gerechnet"
Grimes im Porträt
Freu Dich auf die Zukunft
Bürogebäude von ThyssenKrupp in Essen
Karriere
"Im Arbeitsleben sind wir keine Familie"
Aktien Börsen Anlage
MSCI World
Der Schummel-Index, dem Anleger vertrauen
Zur SZ-Startseite