WeinanbauThailand, Indien - EU-Kommissar will Wein-Märkte erschließen

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Weißweine aus Deutschland sind attraktiv, sagt der Agrarkommissar. (Symbolbild)
Weißweine aus Deutschland sind attraktiv, sagt der Agrarkommissar. (Symbolbild) Harald Tittel/dpa

In Europa wird weniger Wein getrunken. Was kann Winzern helfen? Der Europäische Kommissar für Landwirtschaft nimmt auch Asien in den Blick.

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Brüssel (dpa) - Auf der Suche nach neuen Chancen für europäische Weinregionen will EU-Agrarkommissar Christophe Hansen weitere Märkte in Asien erschließen. „Ich glaube, wir haben sehr attraktive Weine, auch in Deutschland“, sagte Hansen der Deutschen Presse-Agentur. Besonders nach Weißweinen gebe es „eine sehr große Nachfrage“. Das zeige sich auch bei Besuchen - etwa als er vor kurzem mit einer Delegation von rund 100 Lebensmittelproduzenten aus der EU in Thailand gewesen sei. 

Hansen warb für Handelsabkommen, die im Wettbewerb helfen könnten. Als Beispiel nannte er Indien. Die EU und das bevölkerungsreichste Land der Welt verständigten sich im Januar darauf, eine riesige neue Freihandelszone zu schaffen. Unter anderem sollen die indischen Zölle auf Wein bei Inkrafttreten des Abkommens auf 75 Prozent und später dann auf bis zu 20 Prozent reduziert werden. Die ausgehandelten Bedingungen seien besser als die des Hauptwettbewerbers Australien, sagte Hansen nun und sprach von einem riesigen Markt mit mehr als 1,4 Milliarden Menschen, auch wenn nicht jeder Wein trinke. 

In den Fokus nehmen müsse man auch Thailand und die Philippinen, sagte Hansen. Dort gebe es sehr viele Touristen, aber auch einheimische Konsumenten. Die EU verhandelt zu Handelsabkommen mit den beiden südostasiatischen Ländern. 

Rebflächen sind auch „ein Teil Geschichte“

Europas Weinregionen müssen sich unter anderem wegen des Klimawandels anpassen. Winzer steigen teils auf pilzresistente Rebsorten um. Im Frühjahr sind neue EU-Regeln in Kraft getreten: Weinbauer sollen zusätzliche Unterstützung beim Ausbruch von Pflanzenkrankheiten bekommen können, bei extremen Wetterereignissen oder zur Förderung von Weintourismus. Die EU-Staaten können EU-Mittel zudem zur Rodung überschüssiger Rebflächen einsetzen. „Das ist ein Teil Geschichte, der damit verloren geht. Deshalb hätte ich natürlich lieber, wir würden unsere Weine verkaufen können“, sagte Hansen.

© dpa-infocom, dpa:260611-930-204952/1

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