Der Abschied vom US-Techkonzern dauert nur so lange, wie mein 17-jähriger Sohn braucht, um einen Teller Nudeln zu essen. Es geht also ziemlich schnell. Vor dem Abendessen hat er einen USB-Stick in den neuen Rechner gesteckt und ein paar Einstellungen vorgenommen. Nun sind die Teller abgeräumt und vor mir grüßt ein grünes Linux-Logo, samt Aufforderung, ein Benutzerkonto einzurichten. Nach vielen Jahren als überzeugter Apple-User hätte ich nicht gedacht, dass es dazu einmal kommt. Dieser Moment ist eine Zäsur in meinem Leben als Computernutzer.
Transatlantische BeziehungenTschüss, Amerika!
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Europa müsse dringend „die Macht der US-Techkonzerne brechen“, heißt es. Aber geht das überhaupt? Unser Autor gibt alles – und ersetzt sein altes Macbook durch einen Linux-Rechner.
Essay von Gunnar Herrmann
