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Wasserstoff im Lkw:Auf Achse

Das Modell Tre von Nikola ist für den europäischen Markt konzipiert.

(Foto: Aldo Ferrero/Nikola Motor Company, Bearbeitung: SZ)

Wasserstoff gilt als Antrieb der Zukunft, der aber irgendwie nicht Gegenwart wird. Zwei Firmen wollen umweltverträgliche Lastwagen auf die Straße bringen: US-Größenwahn trifft auf deutsche Ingenieurskunst. Zu Besuch bei Nikola in Arizona und Iveco in Ulm.

Von Max Hägler und Jürgen Schmieder, Phoenix/Ulm

Die Tankstelle der Zukunft sieht ein bisschen aus wie ein Geldautomat in einem Bushäuschen: Ein paar Rohre führen zu einem weißen Kasten mit Bildschirm, drüber ein Blechdach, das war's. Man will fragen: "Echt jetzt? Dieses Gebilde soll 16 Millionen Dollar kosten und den Gütertransport revolutionieren?" Schon rollt ein schneeweißer Lastwagen heran und man hört, dass etwas anders ist: kein Blubbern und Grummeln in Basslage wie bei Trucks üblich, sondern ein helles Ausatmen. Es riecht auch nicht nach Diesel, sondern nach, nun ja: gar nichts. Es soll der umweltfreundliche Laster der Zukunft sein, und der wird jetzt hier aufgetankt. Aus dem großen Rüssel, der an den Tank geschraubt wird, fließt Wasserstoff.

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