Seit Tagen spielt sich im großen Maßstab ab, was der Würzburger Klimaforscher Heiko Paeth den "Blumentopf-Effekt" nennt. Wer einmal eine ausgetrocknete Zimmerpflanze vor dem Verdursten retten wollte, kennt das: Man gießt Wasser auf das staubtrockene Erdreich, doch das sickert nicht sofort ein, sondern fließt oberflächlich ab. Erst nach einiger Zeit durchfeuchtet das Wasser die Erde. Wer weiter gießt, erlebt, dass die getränkte Blumenerde die Aufnahme irgendwann verweigert. Wieder läuft das Wasser oberflächlich ab.
MeinungÜberschwemmungenWassermanagement muss höchste Priorität haben
Von Uwe Ritzer
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Heftiger Dauerregen hat im Saarland vielfache Überflutungen und Erdrutsche verursacht.
Laszlo Pinter/dpaDie Politik verspricht Hochwasseropfern schnelle Hilfe. Doch das reicht nicht. Politik und Gesellschaft müssen endlich mehr in den Schutz investieren.
