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Wasser - Lenggries:Zwölf Millionen Euro für den Sylvensteinspeicher

Bad Tölz-Wolfratshausen
Thorsten Glauber, Umweltminister von Bayern, steht am Sylvensteinstausee. Foto: Matthias Balk/dpa (Foto: dpa)

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Lenggries (dpa/lby) - Am Sylvensteinspeicher in Oberbayern ist nach rund fünfjähriger Bauzeit ein millionenschweres Bauprojekt unter anderem für besseren Hochwasserschutz fertig gestellt worden. Für rund zwölf Millionen Euro wurden verschiedene Erneuerungen an dem Bauwerk durchgeführt, etwa an den beiden Auslässen des Stausees.

"Der Sylvensteinspeicher ist die Schutzmauer des Isartales vor einem Hochwasser", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Donnerstag bei der Freigabe der neue Infrastruktur für die Nutzung. "Der Sylvensteinspeicher reguliert den Abfluss in der Isar und hat damit herausragende Bedeutung für den Ballungsraum München bis Landshut."

Etwa habe er die Menschen beim Katastrophenhochwasser 2013 erfolgreich geschützt. In Zeiten der Trockenheit habe der Speicher aber auch die gegenteilige Funktion. "Dank der Wasserzugabe aus dem Sylvensteinspeicher führt die Isar auch an Hitzetagen jederzeit genügend Wasser."

Der Speichersee hat zwei Auslässe. Hier wird die Abflussmenge aus der Talsperre gesteuert. Im Zuge der Baumaßnahmen wurden in beide Tiefauslässe Hydraulikantriebe eingebaut und die bisherigen mechanischen Antriebe ersetzt.

Der Sylvensteinspeicher in der Gemeinde Lenggries wurde 1959 fertiggestellt. Er kann bei maximaler Füllung rund 125 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Die Bedeutung einer gezielten Steuerung der Wassermenge für die Isaranlieger wurde laut Ministerium unter anderem bei den Hochwassern der Jahre 1999, 2005 und 2013 deutlich.

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