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Was kommt:Passt nicht?

Influencerin Katie Sturino.

(Foto: John Nacion/STAR MAX/IPx)

Katie Sturino und die Umkleidekabine - das ist eine ganz besondere Beziehung. Eine mit Folgen.

Die nächste Woche wird wieder kurz, zumindest für Bayern und einige weitere Bundesländer, denn am Donnerstag ist Fronleichnam. Aber von vorn: Wir sprechen mit Hans Thomann, der den Musikalienhandel revolutioniert hat. Mehr als 90 000 Artikel kann man in seinem Online-Versandhaus bestellen - darunter 9000 Gitarren und Bässe. Er hat das Amazon-Prinzip auf den Handel mit Musikinstrumenten und Beschallungstechnik angewandt. Thomann, 57, verwandelte dafür das Örtchen Treppendorf bei Bamberg in ein modernes Logistikzentrum mit angeschlossenem Musikhaus. Im Montagsinterview erzählt der Instrumentenbauer, wie ihm das gelang.

Als gedruckte SZ erwartet Sie dann am Mittwoch eine Feiertagsausgabe, darin zu lesen: Passt nicht, gibt's nicht? Frauen wie Katie Sturino machen in der Umkleidekabine eine andere Erfahrung. Selbst im Shoppingmekka New York muss die 38-Jährige, die ihre Kleidergröße mit "irgendwo um 42 herum" angibt, häufig feststellen: zu klein. Der Bereich Plus Size macht bei den 25 größten US-Textilkonzernen gerade einmal 2,3 Prozent aus: Damit wollte Sturino sich nicht länger abfinden. Sie fotografiert sich regelmäßig bei ihren Einkaufstouren vor dem Spiegel: in Hosen, die nicht über den Po gehen, BHs, die überquellen, und Wickelkleidern, die mehr freilassen als verdecken. Unter dem Hashtag #MakeMySize fordert sie die Marken auf, auch größere Größen zu bedienen. Das Druckmittel der Ex-PR-Fachfrau: knapp 320 000 Instagram-Follower.

Mit einer übermächtigen Industrie nimmt es in den USA auch das italienische Traditionsunternehmen Campari auf. Während der Mailänder Konzern mit seinen Tochtermarken in Europa zu den bekanntesten Spirituosenherstellern gehört, ist Campari auf dem US-Markt der David unter den Getränke-Goliaths. Trotzdem ist es gelungen, den Aperol Spritz zum neuen Trendgetränk zu machen. In New York, Miami, Los Angeles und San Francisco macht der Aperol Spritz dem Avocado Toast mittlerweile den Rang als meistfotografiertes Genussmittel streitig. US-Korrespondentin Johanna Bruckner hat dem Erfolgsrezept nachgespürt.

Kennen Sie Melanie Müller? Dann haben Sie vielleicht eine Vorliebe für Trash-Fernsehen. Müller ist ehemalige Dschungelkönigin, buhlte um den "Bachelor", tauchte in Erwachsenenfilmen auf. Am Ballermann steht ihr Name für Partyhits und Bratwürste. Im "Reden wir über Geld" am Freitag erzählt die Leipzigerin, was es mit dem Sandmännchen-Tattoo auf ihrem Po auf sich hat, warum sie in Luxushotels keine Bademäntel mehr klaut und was die Karriere in den Klatschspalten kosten kann: "Aber dann malst du dir doch wieder ein Gesicht auf und ziehst durch."

Was noch? Die Leute haben Tausende Freunde bei Facebook, Instagram oder Snapchat, sie sind aufgrund permanenter Vernetzung kaum noch ein Sekunde allein in ihrem Leben - und dennoch haben sie niemanden zum Kuscheln. Ausgerechnet die Technikbranche, die zu diesem Problem beigetragen hat, entdeckt die Vereinsamung des Menschen als lukratives Geschäftsfeld: Es gibt Dating-Apps, Virtual-Reality-Erlebnisse und Sexroboter mit künstlicher Intelligenz. Jürgen Schmieder wird von dieser Entwicklung im Report am Samstag berichten.