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Was kommt?:Musik aus dem Netz

Mate Rimac

Mate Rimac wird als Elon Musk des Balkans bezeichnet. Der Firmengründer hat Visionen - für sein Land, die Autoindustrie und sich selbst.

(Foto: Mesek)

Der Chef vom Streaming-Anbieter Deezer erläutert nächste Woche seine Strategie, mit der er gegen Spotify, Apple und Amazon bestehen will. Dieser und andere Wirtschaftstermine der kommenden Woche.

Im Montagsinterview sagt der Chef des US-Start-ups Lemonade, Daniel Schreiber, den aktuellen Marktführern Allianz oder Axa harte Zeiten voraus: "Die Chefs der großen Versicherer haben es sehr viel schwerer als wir." Seit Juni versichert Lemonade auch Kunden in Deutschland. Die Gesellschaft setzt auf künstliche Intelligenz bei der Risikobewertung, der Preisfestsetzung und bei Schäden.

Die US-Börsenindizes haben den höchsten Stand aller Zeiten erreicht, der Dax den höchsten Stand des Jahres. Wie kann das sein in Zeiten, in denen die Konjunktur schwächelt? Den Boom haben die Aktienmärkte vor allem den Notenbanken zu verdanken, die die Zinswende in diesem Jahr abgesagt haben. Aktien sind alternativlos, so die Botschaft eines Schwerpunkts in der Dienstagsausgabe - und das wird auch noch auf Jahre hinaus so bleiben.

Der Kroate Mate Rimac wird als "Elon Musk des Balkans" bezeichnet. Der 31-Jährige baut die schnellsten Elektro-Autos der Welt. Sein neuester Sportwagen beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 1,85 Sekunden und schafft eine Spitzengeschwindigkeit von 412 km/h. Damit lässt das Auto aus dem Örtchen Sveta Nedelja bei Zagreb jeden Ferrari stehen. Die Manager von Porsche haben das Potenzial des Start-ups erkannt und sich mit zehn Prozent eingekauft. Seitdem gibt Rimac den Ingenieuren aus Stuttgart Nachhilfe beim schnelleren und billigeren Bauen von Autos. Unser Stuttgart-Korrespondent Stefan Mayr hat Rimac in Kroatien besucht. Im Mittwochsporträt stellt er den Mann und seine großen Pläne mit Porsche und anderen Partnern vor.

"Ich hole Sie vom Bahnhof ab, dann müssen Sie sich nicht den steilen Berg hinaufquälen", sagte der bekannte Schweizer Globalisierungskritiker Jean Ziegler am Telefon. Kurz darauf saßen Schweiz-Korrespondentin Isabel Pfaff und Wirtschaftsredakteur Alexander Hagelüken neben dem 85-Jährigen und ließen sich langsam, aber stetig den Weinberg hinaufkutschieren. Im Gespräch zeigt sich, dass Ziegler auch als alter Mann nichts von seiner rhetorischen Schärfe verloren hat. Doch als er seine Gäste am Ende wieder im Auto zum Bahnhof bringt und mit ihnen plaudert, bis der Zug kommt, weiß man: Das Enfant terrible der Schweiz ist auch ein Gentleman. Das Reden wir über Geld am Freitag im Wirtschaftsteil.

CDs kaufen? Wo doch die Musik aus dem Netz kommt? Mehr und mehr Menschen zahlen für Streaming-Dienste anstatt sich Datenträger zu kaufen oder Musikdateien herunterzuladen. Der Chef von Deezer, dem viertgrößten Streaming-Anbieter, erläutert am Freitag seine Strategie, mit der er gegen die mächtige Konkurrenz von Spotify, Apple und Amazon bestehen will.

Was noch? Die SPD leidet schon lange daran, dass ihr alte und klassische Milieus abhanden kommen. Dass der CDU das gleiche passierten könnte, hat die Partei lange verdrängt. Umso härter trifft sie es jetzt, dass eine junge Unternehmergeneration und noch mehr eine hochflexible Start-up-Szene so gar nicht mehr an den alten Bindungen interessiert sind. Was das bedeutet, beschreibt SZ-Parlamentskorrespondent Stefan Braun im Essay am kommenden Samstag.