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Was kommt:Einwandern, investieren, Nachtzug fahren

Illustration: Stefan Dimitrov

Die Wirtschaftsthemen der kommenden Woche.

Am 1. März tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Kritiker finden das Gesetz unzureichend, weil die Zugangshürden zu hoch blieben. Parlamentskorrespondentin Henrike Roßbach hat Menschen getroffen, für die das Gesetz etwas verändert - wie, das können Sie am Montag  lesen.

Am Dienstag wird die Serie "Anlegen in Zeiten von Negativzinsen" fortgesetzt . Diesmal geht es um die Frage, wie man am besten in Aktienfonds und Aktien-Indexfonds investieren kann und was besser ist: regelmäßig monatlich oder gleich eine größere Summe auf einen Schlag einzahlen? Gutes tun und Geld verdienen ist das Thema der Anlegerserie am Donnerstag. Viele Leser fragen sich: Wie kann ich in nachhaltige Investmentfonds investieren? Und gibt es noch andere grüne Anlagen, mit denen sich auch Geld verdienen lässt?

Moxie Marlinspike ist Hacker, Anarchist, Dreadlock-Träger - und er hat der Menschheit einen großen Gefallen getan. Das von ihm entwickelte Signal-Protokoll ist eine Technik, mit der sich Nachrichten in Chatprogrammen besonders sicher verschlüsseln lassen. Das Protokoll schützt Whatsapp-Chats und Marlinspikes eigene App namens Signal. Bösartige Hacker und Geheimdienste haben praktisch keine Chance. Da Whatsapp aber Facebook gehört, sollte man dennoch skeptisch sein, wie gut die App das Privatleben ihrer Nutzer schützt. Marlinspike will die App zu den Massen bringen. Signal soll das neue Whatsapp werden - ohne kommerzielle Interessen, mit dem besten Schutz für kleine und große Geheimnisse. SZ-Autor Max Hoppenstedt hat den ungewöhnlichen IT-Experten in Leipzig getroffen und berichtet über ihn im Mittwochsporträt.

Die Münchner Verlegerin Antje Kunstmann, 70, hat sich mit einer klugen Mischung aus aktuellem Sachbuch und moderner Literatur über Jahrzehnte in einer harten Branche behauptet. Im Interview "Reden wir über Geld" am Freitag spricht sie mit Lea Hampel und Harald Freiberger darüber, wie wenig dem Verlag vom Buchpreis bleibt, wie sie wütend aus Bankgesprächen stürmte - und wie es ist, wenn Autoren den Vorschuss schon aufgegessen haben, das Buch dann aber nicht liefern.

Was noch? Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wurden zuletzt viel für ihre Nachtzug-Offensive gefeiert. Denn während sich die Deutsche Bahn 2016 komplett aus dem Schlafwagengeschäft zurückzog, haben die Österreicher investiert. Nicht zuletzt durch die Klima-Debatte zahlt sich das damalige Risiko für die ÖBB heute aus - vor allem für das Image. Neuestes Prestigeprojekt ist der Nightjet Wien-Brüssel, eine Fahrt quer durch die EU in die europäische Hauptstadt. SZ-Redakteurin Leila Al-Serori ist für den Report am Samstag mitgefahren, hat mit Reisenden, Mitarbeitern und Experten gesprochen sowie mit dem jungen Wiener Elias Bohun, der gerade ein eigenes Reisebüro nur für Bahnfernreisen eröffnet - und sich vor Anfragen vor allem aus Deutschland kaum retten kann. Denn obwohl immer mehr Menschen umweltbewusster reisen wollen, sind Fernreisen mit dem Zug nicht nur limitiert, sondern auch wahnsinnig kompliziert. Selbst in der EU stoßen sowohl Reisende als auch Bahnunternehmen auf Widerstände, wie die Recherche zeigt.

© SZ vom 29.02.2020
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