Cum-Ex-Prozess:Olearius sieht sich als Opfer einer Kampagne

Cum-Ex-Prozess: Der angeklagte Bankier Christian Olearius (2.v.l) mit seinen Anwälten vor dem Gericht in Bonn

Der angeklagte Bankier Christian Olearius (2.v.l) mit seinen Anwälten vor dem Gericht in Bonn

(Foto: Thomas Banneyer/dpa)

Im Cum-Ex-Prozess zitiert der Warburg-Bankier Kafka und inszeniert sich als Gejagter von Medien, Behörden, der Finanzaufsicht und der Justiz. Ein Schuldeingeständnis gibt es aber nicht.

Von Meike Schreiber, Bonn

Am Vorabend des Verhandlungstages vor dem Bonner Landgericht hat sich Christian Olearius nach eigener Aussage noch etwas am Rücken eingefangen, am Ischiasnerv. Dennoch hat er sich erhoben an diesem Montagmorgen, nachdem die Richterin die Sitzung eröffnet hat. Er zieht das Mikrofon in seine Richtung und beginnt zu reden. Vielleicht muss er sich gleich noch setzen, ergänzt er, aber zum Auftakt will er stehen, sich quasi standhaft zeigen. Seine Hände zittern dennoch leicht, fast scheint es, als klammere sich der 81-Jährige an seinem Vortragsmanuskript fest.

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