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USA:Kurssturz an der Wall Street - Handel war unterbrochen

Händler an der New Yorker Börse (NYSE).

(Foto: Timothy A. Clary/AFP)

Der Handel am weltweit wichtigsten Finanzplatz wurde kurzzeitig ausgesetzt. Grund ist der starke Einbruch der US-Börsen zum Handelsbeginn.

Anleger weltweit fürchten die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Zusätzlich belastet ein Einbruch des Ölpreises die Märkte. Die US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 fielen zum Handelsstart am Montag um jeweils etwa sieben Prozent und damit so stark wie zuletzt vor zehn Jahren. Nach großflächigen Verkäufen unmittelbar nach Beginn wurde der Handel an der Wall Street für 15 Minuten automatisch unterbrochen.

Bereits seit einigen Tagen fallen die Kurse an den Börsen weltweit. Der Deutsche Aktienindex Dax eröffnete am Montag zum Handelsstart deutlich unter die Marke von 11 000 Punkten. Am frühen Nachmittag lag der deutsche Leitindex 7,5 Prozent im Minus.

Am Sonntag waren Verhandlungen führender Ölstaaten über eine Drosselung der Fördermenge gescheitert. Der Preis für Rohöl brach daraufhin um 30 Prozent ein. Händler sprachen von einem "schwarzen Montag". Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem "regelrechten Blutbad". "Anleger fliehen aus allem, was Risiko hat", sagte er. Die Kurse von Bundesanleihen stiegen dagegen deutlich, und auch der Euro legte zu, denn auch er gilt als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten.

© SZ.de/dpa/Reuters/mxh/bbr
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