Wenn die Zeiten schwierig sind, fallen die Partys oft besonders groß aus. Es wirkt daher beinahe wie eine trotzige Geste, als der Lüftungs- und Heizungshersteller Wolf an einem Vormittag Ende Januar im großen Stil nach Mainburg einlädt. Er feiert die Eröffnung eines großen Schulungszentrums, luftig gestaltet und mit Holz und Beton ausgekleidet. Im Lichthof des neuen Gebäudes ist jeder Platz besetzt – Lokal- und Landespolitiker, die Chefs der Firma Wolf und ihres italienischen Mutterunternehmens Ariston, diverse Großkunden – alle sind gekommen. Wolf-Chef Philip Krossa spricht davon, dass Zukunftstechnologie „schon gelebter Alltag“ sei, die Firma bereits Wärmepumpen entwickelt habe, als man dafür noch belächelt wurde. Und immer wieder heißt es in den Reden, es sei eine „mutige Entscheidung“, in den Standort Deutschland zu investieren. Mut? Den muss man eigentlich nur aufbringen, wenn man gegen Widerstände arbeitet.
Heizen„Wir haben ein Desaster hinter uns“
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Die Regierung will das Heizungsgesetz „abschaffen“, passiert ist bislang nichts. Unter der Unsicherheit leiden Handwerk und Industrie, die in entscheidenden Punkten längst weiter sind als die Politik.
Von Nakissa Salavati, Mainburg
