Heizungsgesetz:Warum die Wärmepumpe floppt

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Bei Wärmepumpen läuft es nicht so, wie es die Bundesregierung gerne hätte. Viele potenzielle Kunden warten ab - oder setzen doch lieber auf Gas. (Foto: Daniel Reinhardt/IMAGO)

Jetzt müsste doch alles klappen: Es gibt Geld vom Staat, die Wärmepumpen sind da. Nur kaufen will sie kaum jemand. Stattdessen setzen Kunden weiter auf die Gasheizung und Handwerker verzweifeln. Hat sich die Regierung verrechnet?

Von Nakissa Salavati

Wenn Markus Hufeld von seiner Wärmepumpe spricht, wirkt es, als rede er über eine schwierige Trennung. Er kennt den genauen Tag noch, die Eskalationsstufen. Es war der 8. Januar 2022 und es war kalt. "Ich wollte es einfach wieder warm haben", sagt Hufeld. Der Frust begann mit dem ersten Defekt, 5000 Euro bezahlte er für die Reparatur, kurz danach fiel die Heizung wieder aus, irreparabel diesmal. Eine neue Wärmepumpe hätte erst im nächsten Herbst geliefert werden können. Er entschied sich für eine Gasheizung. Die Energiepreise waren damals bereits hoch, weil die Welt nach der Pandemie wieder mehr Energie verbrauchte. Die Erdgaskrise kam dann wenige Wochen später, als Russland die Ukraine überfiel. Trotzdem sagt Hufeld heute: "Ich baue meine Gasheizung nicht mehr aus." Und: "Meine laufenden Kosten sind derzeit halb so hoch wie noch vor zwei Jahren mit der Wärmepumpe."

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