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Wachsender Online-Handel:Post will 20.000 neue Paketannahmestellen einrichten

Deutsche Post investiert mehr ins Paketgeschäft

Der Umsatz des Paketgeschäfts sei seit 2009 jährlich um durchschnittlich 10,5 Prozent gestiegen, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes.

(Foto: AFP)

Die Deutsche Post profitiert vom wachsenden Internethandel und investiert deswegen kräftig in das Paketgeschäft. Bis Ende 2014 sollen Tausende neue Annahmestellen entstehen. Die Kunden können die Änderungen schon dieses Jahr bemerken.

Die Deutsche Post will bis Ende nächsten Jahres zusätzlich 20.000 Annahmestellen für den privaten Paketversand einrichten. Das kündigte Vorstandschef Frank Appel in Berlin an. Das Unternehmen reagiert damit auf den wachsenden Online-Handel. Der Umsatz des Paketgeschäfts sei seit 2009 jährlich um durchschnittlich 10,5 Prozent gestiegen, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes. Ein Wachstum in dieser Größenordnung werde auch für die kommenden Jahre erwartet.

Das Unternehmen plant, 10.000 Annahmestellen noch in diesem Jahr zu eröffnen. Die ersten einhundert Paketshops gebe es seit heute in Berlin, teilte die Post mit. Die neuen Annahmestellen sollen bei Einzelhändlern eingerichtet werden, wie etwa in Supermärkten. Damit ähneln die Paketshops bereits bestehenden Verkaufspunkten der Post, die Kunden ein begrenztes Leistungsangebot bieten.

Die Expansion mit den Annahmestellen konzentriert sich auf die großen Ballungszentren. Auf dem flachen Land sollen dagegen Verbraucher ihre Pakete dem Zusteller an der Haustür mitgeben. Jürgen Gerdes verwies darauf, dass zehn Prozent des deutschen Einzelhandelsgeschäfts heute im Internet gemacht werden. "Wir glauben, dass sich das in den nächsten zehn Jahren auf 20 Prozent verdoppeln wird, vielleicht sogar ein Stück weit mehr."

Die Deutsche Post DHL gehört zu den weltweit größten Logistikkonzernen und ist der größte Paketversender Deutschlands. Pro Werktag transportiert das Unternehmen im Inland nach eigenen Angaben gut 3,2 Millionen Pakete. In diesem Geschäftsbereich wurden im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt, etwa ein Viertel des klassischen Brief- und Paketgeschäfts. Der Jahresumsatz des Konzerns lag 2012 bei 55 Milliarden Euro. Die größten Konkurrenten im Paketversand sind UPS, DPD und Hermes.