Sicherheitsbedenken:VW-Tochter MAN darf Geschäft mit Gasturbinen nicht nach China verkaufen

MAN Energy Solutions ist eines der weltweit führenden Unternehmen bei Gasturbinen. (Foto: Rupert Oberhäuser/Imago)

Gleich mehrere Bundesministerien wollen den Deal verbieten, heißt es in einem Medienbericht. Denn der potenzielle Käufer hat enge Verbindungen zur chinesischen Rüstungsindustrie.

Das Gasturbinengeschäft des zu Volkswagen gehörenden Großmotorenherstellers MAN Energy Solutions darf offenbar doch nicht nach China verkauft werden. Das berichtet das Handelsblatt und beruft sich dabei auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen.

Grund für die Untersagung seien Sicherheitsbedenken in mehreren beteiligten Bundesministerien, namentlich dem Verteidigungsministerium, dem Wirtschaftsministerium und dem Auswärtigen Amt. Der potenzielle chinesische Käufer, das Unternehmen CSIC Longjiang Guanghan Gas Turbine, hat enge Verbindungen zur chinesischen Rüstungsindustrie. Daher gibt es auch in Sicherheitskreisen große Skepsis im Hinblick auf einen Verkauf nach China. Wie die Zeitung berichtet, dürfte vermutlich auch das Bundeskanzleramt einem Verbot der Übernahme zustimmen.

Es wird erwartet, dass der formale Prozess in den kommenden Wochen zum Abschluss kommt. Das federführende Bundeswirtschaftsministerium wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

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