MeinungAutoindustrieDer VW-Vorstand hat die Streiks provoziert

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Kommentar von Alexander Hagelüken

Lesezeit: 2 Min.

Collage: sted/SZ, Fotos: dpa, AFP

Das Management versteift sich auf seine Kahlschlagpläne, obwohl es für die meisten Probleme selbst verantwortlich ist. Aber auch die Arbeitnehmer müssen sich noch bewegen.

Wer auf den angeschlagenen Autohersteller VW blickt, kommt wahrscheinlich zu dem Schluss: Das Letzte, was diese Firma jetzt noch braucht, sind Streiks. Schließlich ist VW auf dem einst so lukrativen chinesischen Markt ins Hintertreffen geraten. Den Gewinnzielen hinkt man hinterher. Und in Europa verkauft der größte Hersteller des Kontinents deutlich weniger Autos als vor der Pandemie. Und doch kommen zu all diesen Problemen jetzt Warnstreiks. Das Management sollte aber nicht mit dem Finger auf die Gewerkschaft zeigen: Dass nun Beschäftigte in allen deutschen Werken die Arbeit niederlegen, hat es sich selbst zuzuschreiben.

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Autoindustrie
:Am Montag streiken die VW-Beschäftigten

Mitarbeiter in allen deutschen Werken protestieren gegen die radikalen Sparpläne des Vorstands. Der hat den Vorschlag der Arbeitnehmer schon vor den nächsten Verhandlungen abgeschmettert. Es könnte ein Arbeitskampf werden, wie ihn Deutschland lange nicht gesehen hat.

SZ PlusVon Alexander Hagelüken, Christina Kunkel

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