Autoindustrie:Weitere Kritik an VW nach Prüfung in Xinjiang

Autoindustrie: Das Werk von SAIC-Volkswagen in Urumqi. Hier arbeiten aktuell weniger als 200 Menschen.

Das Werk von SAIC-Volkswagen in Urumqi. Hier arbeiten aktuell weniger als 200 Menschen.

(Foto: Mark Schiefelbein/AP)

Mit einer unabhängigen Prüfung der Arbeitsbedingungen im Werk in Xinjiang wollte Volkswagen Zwangsarbeitsvorwürfe entkräften. Doch Forscher sind von den Ergebnissen nicht überzeugt.

Von Ben Heubl, Christina Kunkel und Florian Müller

Endlich ist das Thema vom Tisch - das hatten sie bei VW vermutlich gedacht, als am Dienstag die Ergebnisse zu ihrem Werk im chinesischen Xinjiang präsentiert wurden. Keine Zwangsarbeit, keine Menschenrechtsverletzungen, bescheinigte dort die Beratungsfirma von Markus Löning, dem früheren Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung. "Wir konnten keine Hinweise auf oder Belege für Zwangsarbeit bei den Mitarbeitenden finden", heißt es in seinem Bericht. Allerdings schob Löning in einem Statement am Donnerstag hinterher, dass sie für die Prüfungen im Werk zwei chinesische Anwälte beauftragt hatten und selbst nur als Begleitung dort waren.

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