Volkswagen:Wenn es kracht, dann richtig

Volkswagen: Da lächelte er noch: Markus Duesmann muss als Audi-Chef gehen.

Da lächelte er noch: Markus Duesmann muss als Audi-Chef gehen.

(Foto: Frank Hoermann/IMAGO/Sven Simon)

VW feuert Audi-Chef Markus Duesmann, sein Nachfolger ist bestens vernetzt in Wolfsburg. Wie es zum neuesten Drama bei dem Autokonzern kommen konnte.

Von Thomas Fromm und Christina Kunkel

Am Ende lief die Dramaturgie so ab, wie sie bei Volkswagen seit Jahren auf dem Spielplan steht. Vor dem Getöse kommen die ersten internen Nörgeleien, zuerst noch leise, ein paar Menschen - meist aus der zweiten Reihe - melden sich zu Wort, weil sie unzufrieden mit ihrem Chef sind. Dann: Crescendo, der Aufruhr wird lauter und größer. Und dann das große Finale. So wie am Donnerstag, als Audi-Chef Markus Duesmann abgesetzt wurde. Denn so ist es immer: Wenn eine Personalie erstmal dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorliegt, wird es eng. Und wie immer, wenn es im großen VW-Reich kracht, kracht es nicht geräuschlos. Im Gegenteil. Wenn es kracht, dann richtig. VW, das ist immer auch ein Bühnenstück, bei dem es um Macht, Seilschaften und Intrigen geht.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusAudi-Prozess
:Dreimal schuldig, dreimal Bewährung

Nach 172 Verhandlungstagen wird Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wegen Betrugs im Abgasskandal verurteilt, zusammen mit zwei früheren Untergebenen. Ins Gefängnis aber muss keiner von ihnen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: