Von Martin Blessing bis Anshu JainWie die Bankchefs ihren persönlichen Stress abbauen

In den Wäldern des Taunus trainiert Commerzbank-Chef Blessing für die Marathonstrecke. Die Leiter der Deutschen Bank greifen lieber zum Tischtennisball und zum Golfschläger.

Der Marathon-Mann: laufen, laufen, laufen

Wenn eine Bank gestresst wird, dann spüren das jene Menschen besonders, die an ihrer Spitze stehen. Wie bauen die Bankchefs eigentlich ihren persönlichen Stress ab? Ein Mann, der damit Erfahrung hat, ist Commerzbank-Chef Martin Blessing (Foto: dpa). Der 51-Jährige steht seit 2008 unter Stress, damals musste sein Institut mit Staatshilfe gerettet werden. Sein Mittel dagegen: laufen, laufen, laufen. Wann immer es geht, trainiert er in den Wäldern des Taunus für die Marathonstrecke. Einmal, Ende 2009, ging das auch schief: Blessing riss sich mehrere Bänder, als er sich den Fuß auf einer Baumwurzel vertrat. Danach war es erst einmal vorbei mit Laufen, zumal ihm auch kaum mehr Zeit blieb. Über Jahre hatte er damit zu tun, die Kapitaldecke seiner Bank zu stärken. Seit einiger Zeit trainiert Blessing wieder, und wie man hört, soll auch seine Bank fit genug sein, um den Stresstest zu bestehen. Von Harald Freiberger

Bild: picture alliance / dpa 21. Oktober 2014, 10:112014-10-21 10:11:10 © SZ vom 21.10.2014