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Volkswagen:Kooperation mit Ford

Volkswagen will am Freitag bei einer Pressekonferenz in New York City seine Kooperation für autonomes Fahren und Elektromobilität mit dem US-Autobauer Ford unter Dach und Fach bringen. Zuvor wollte der Aufsichtsrat in Wolfsburg zusammenkommen, um über die in den vergangenen Monaten mit den Amerikanern ausgehandelten Details zu entscheiden. Für VW-Chef Herbert Diess wäre dies ein wichtiger Etappensieg beim Umbau von Volkswagen zu einem führenden Anbieter von Elektroautos. Wegen der hohen Investitionskosten sind die Hersteller immer mehr auf Kooperationen angewiesen, um die Kosten zu teilen. Der weltgrößte Autobauer aus Niedersachsen und die Nummer zwei in den USA hatten ihre globale Zusammenarbeit im Januar auf der Detroiter Automesse angekündigt. Diese erstreckte sich zunächst auf die Entwicklung von Transportern und Pick-ups, um kurzfristig Einsparungen zu erzielen. Zu einer Ausweitung auf selbstfahrende Wagen, Mobilitätsdienste und E-Autos gab es damals eine Absichtserklärung. Seitdem liefen die Verhandlungen. Knackpunkt war eine Beteiligung von VW an der Ford-Tochter Argo, die Systeme für Roboterautos entwickelt. Die Frage dürfte geklärt sein, da bei dem Pressetermin auch der Argo-Chef auf der Bühne sitzen wird. Im Gegenzug soll Ford den von Volkswagen entwickelten Elektrobaukasten MEB gegen eine Lizenzgebühr nutzen dürfen.

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